USS Indianapolis Men of Courage

Das Kriegsdrama thematisiert die Geschichte der USS Indianapolis, einem Kriegsschiff der US-Navy, das während des Zweiten Weltkriegs, dem Pazifikkrieg, gegen das Kaiserreich Japan eingesetzt wurde.

Sie galt als Flagschiff der Fünften Flotte, diese unter dem Kommando des Marineadmirals Raymond Ames Spruance stand. Der Untergang der USS Indianapolis zählt zu den höchsten Verlusten von Menschenleben auf See in der Geschichte der US-Marine. Am 30. Juli 1945 nahm das Schicksal dieses Schiffes seinen Lauf, als es von dem japanischen U-Boot I-58 torpediert und versenkt wurde. Die Indianapolis startete am 16. Juli 1945 von San Francisco, mit dem Anlaufziel der Insel Tinian, diese für die Amerikaner von wichtiger strategischer Bedeutung war. Von hier aus startete man einen Gegenangriff, nachdem die Japaner Pearl Harbor bombardiert hatten.

An Bord der Indianapolis befanden sich atomare Bestandteile, diese man für die Atombombe Little Boy benötigte, die man später über Hiroshima abgeworfen hat. Eine streng geheime Mission mit schweren Folgen.

Nachdem das Schiff im Hafen von San Francisco repariert und überholt wurde, lautete der Auftrag, diese atomaren Bestandteile nach Tinian zu bringen. Das Schiff verließ die Werft in San Francisco nur wenige Stunden nach dem bekannten Atomtest Trinity, der am 16. Juli um 5.29 Uhr durchgeführt wurde. Über Pearl Harbor kam die Indianapolis am 26. Juli auf Tinian an um die streng geheime und tödliche Fracht abzuliefern.

Am 30. Juli 1945 wurde das Schiff von dem japanischen U-Boot I-58 bemerkt und man feuerte 6 Torpedos ab, von denen 2 ihr Ziel trafen. Die Indianapolis sank binnen 12 Minuten. Wenig Zeit um alle Rettungsboote zu Wasser zu lassen. An Bord des Schiffes befanden sich 1196 Mann Besatzung. Als eines der Munitionsdepots explodierte, starben etwa 300 Mann. Der Rest der Mannschaft konnte das Schiff verlassen, wovon bis zu 100 Männer an ihren Verletzungen starben.

Die US-Navy hatte, aufgrund der strengsten Geheimhaltung, keinerlei Kenntnis vom Untergang des Schiffes. Erst dreieinhalb Tage später wurden Überlebende entdeckt. Viele der Männer hatten es nicht geschafft, sie starben an Erschöpfung oder Dehydrierung. Zudem kam es zu Angriffen von Haien, die sich vorwiegend über die Leichen hermachten. Nur 317 Mann von der 1196 starken Besatzung konnten gerettet werden.

Auch der Kommandant des Schiffes, der Marineoffizier Charles B. McVay III., überlebte und musste sich vor dem Kriegsgericht verantworten. Grund der Anklage war, das angebliche Unterlassen der sogenannten Zick-Zack Manöver, die Fahrt des Schiffes im Zick-Zack Kurs, somit habe er das Schiff gefährdet. Die Indianapolis liegt irgendwo auf dem Meeresgrund und konnte bis heute nicht lokalisiert werden.

Charles B. McVay III. nahm sich am 6. November 1968 das Leben. Es heißt er habe sehr gelitten, seine Frau war an Krebs erkrankt und nach diesem Unglück seines Schiffes bekam er eine Vielzahl unschöner Briefe und Anrufe von Angehörigen der verstorbenen Männer.

 

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Die grossen Feldzüge des Zweiten Weltkriegs

Die 3 DVDs zeigen Originalaufnahmen, zum Teil in Farbe, des Zweiten Weltkriegs.

DVD 1 – Blitzkrieg im Westen + Krieg am Polarkreis – DVD 2 – Deutsches Afrikakorps – DVD 3 – Unternehmen Barbarossa

Der Zweite Weltkrieg hat wie kein Krieg zuvor eine neue Dimension der militärischen Führung eröffnet. Diese Sonder-Edition dokumentiert alle deutschen Feldzüge des Zweiten Weltkriegs. Mit zum Teil nie gezeigten Filmaufnahmen in Farbe und Schwarzweiß werden Hintergründe und Verläufe der unterschiedlichen Feldzüge ausführlich nachgezeichnet. Das Originalfilmmaterial zeigt den Krieg in seiner ungeschminkten Brutalität und unmenschlichen Härte, gewährt aber auch einen tiefen Einblick in den Alltag der deutschen Landser. Aktuelle Ergebnisse der internationalen Geschichtsforschung bieten dem Zuschauer neue Aspekte für eine Einordnung in den historischen Kontext. Das umfangreiche Bonusmaterial bietet zudem zahlreiche unbekannte Filme in ihrer ungeschnittenen Originalfassung, Karten, Biographien und eine Bildergalerie mit seltenen Fotomotiven von allen Fronten.

  • Blitzkrieg im Westen – Der Blitzkrieg im Westen war der Westfeldzug, einer militärischen Offensive vom 10. Mai bis 25. Juni 1940, der deutschen Wehrmacht. Diese Offensive führte zur Niederlage und Besetzung der Länder Niederlande, Belgien, Luxemburg und letztlich auch Frankreich.
  • Der Krieg am Polarkreis – Strategische Ziele der Invasion waren die norwegischen Häfen, unter dem Decknamen Unternehmen Weserübung, dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Norwegen und Dänemark am 9. April 1940. Ziel war es die Ausgangsstellung im Krieg gegen Großbritannien zu erweitern und eine Seeblockade zu verhindern.
  • Deutsches Afrikakorps – Die deutsche Invasion in Nordafrika, einem Operationsgebiet von Tunesien über Libyen bis Ägypten. Ein Großverband der deutschen Wehrmacht kam hier von 1941 bis 1943 zum Einsatz. Deutsche und italienische Einheiten wurden zur Panzergruppe Afrika vereinigt.
  • Unternehmen Barbarossa –  Dies war der Deckname des NS-Regimes für den Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941, der den Deutsch-Sowjetischen Krieg eröffnete. Am 8. Mai 1945 folgte die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht, was somit den Zweiten Weltkrieg beendete.                                                                                                                                                                                                             

 

 

 


October Sky

Der Film basiert auf dem autobiografischen Roman „Rocket Boys“, aus dem Jahr 1998, des Autors Homer Hickam.

Der am 19. Februar 1943 in Coalwood, West Virginia, geborene Homer Hadley Hickam Jr. ist ein amerikanischer Autor, Vietnam-Veteran und ehemaliger Ingenieur der NASA. Sein Buch „Rocket Boys“ wurde zu einem New York Times Bestseller. Er beschreibt seine Geschichte des Aufwachsens in einer Bergbaustadt, seinem Hobby, dem Bau von kleinen Raketen, Amateurraketen oder auch Modellraketen.

Er ist der zweite Sohn von Homer Sr. und Elsie Gardener, geborene Lavender, Hickam. 1960 absolviert er die Big Creek High School. Während dieser Zeit begann er mit einer Gruppe von Jugendlichen, darunter Roy Lee Cooke, Sherman Siers, O’Dell Carroll, Billy Rose und Quentin Wilson, mit dem Bau von Modellraketen. Sie nannten sich „The Big Creek Missile Agency“. Mit ihren Entwürfen gewannen sie sogar eine Medaille.

Nach der High School begann Homer Hickam am Virginia Polytechnik Institute and State University ein Ingenieursstudium, dieses er 1964 abgeschlossen hat. Hier hatten sie eine Kanone gebaut, aus Messing gegossen das man zuvor gesammelt hatte. Der Kanone gaben sie den Namen „Skipper“.

1964 trat er der US Army bei. Von 1967 bis 1968 diente er als Leutnant in Vietnam. Insgesamt diente er sechs Jahre und wurde 1970 mit dem Rang eines Captains ehrenhaft entlassen. Von 1971 bis 1978 arbeitete er für das US Army Missile Kommando. Als Ingenieur wirkte er an dem Marschflugkörper Cruise Missile mit.

Zwischen 1978 und 1981 war Homer Hickam als Ingenieur eines Ausbildungskommandos in Deutschland stationiert. 1981 erfüllte sich sein Traum, er ist nun als Luft- und Raumfahrtingenieur für die NASA tätig. Hier begann seine Karriere, Aufgaben wie dem Design von Raumfahrzeugen und dem Training der Crew. Er bildete die Astronauten aus und trainierte Teams für verschiedene Missionen.

1989 veröffentlicht er sein erstes Buch mit dem Titel „Torpedo Junction“. 1998 beendet er seinen Dienst bei der NASA. Bereits 1969 nachdem er aus dem Vietnamkrieg zurückgekehrt war, begann er mit dem Schreiben. Er schreibt über das Tauchen und seiner Zeit als Tauchlehrer. Er tauchte nach zahlreichen Wracks und schrieb über die Kämpfe der U-Boote. So entstanden eine Vielzahl von Büchern. 2007 wurde ihm der Ehrendoktortitel der Marshall University verliehen. Verheiratet ist er mit Linda Terry Hickam und lebt in Alabama und auf den Virgin Islands.

 


Dragon Die Bruce Lee Story

Gezeigt wird die Geschichte des Schauspielers und Kampfkünstlers Bruce Lee (1940-1973). Der Film basiert auf der Biografie „Bruce Lee: The Man Only I Know“, diese von seiner Ehefrau Linda Lee Cadwell verfasst wurde.

Bruce Lee wurde am 27. November 1940 als Lee Jun-Fan in Chinatown, San Francisco, geboren. Als er drei Jahre alt war, kehrten er und seine Eltern zurück nach Hongkong. Sein Vater Lee Hoi-Chuen (1901-1965) war ein kantonesicher Opernsänger und Filmschauspieler in Hongkong. Die Mutter Grace Ho war die Halbnichte des Geschäftsmannes und Philantrophen Sir Robert Ho-Tung.

Bruce Lee war das vierte von fünf Kindern. Seine Geschwister waren Phoebe Lee, Agnes Lee, Peter Lee und Robert Lee. Er wuchs in einem wohlhabenden und privilegierten Umfeld auf. Sein Vater zählte zu den bekanntesten Schauspielern. Viele seiner Kollegen hatten beschlossen in den USA zu bleiben, doch er kehrte mit seiner Familie in seine Heimat Hongkong zurück. Drei Jahre und acht Monate lebte die Familie unter der japanischen Besatzung.

In dem Viertel in dem die Familie lebte kam es oft zu Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen kriminellen Banden. Dies hatte ihn auch in einige Straßenkämpfe verwickelt. Die Eltern beschlossen daraufhin, ihren Sohn in den Kampfkünsten ausbilden zu lassen. Sein Vater führte ihn in eine der Kampfkünste ein und lehrte ihm die Grundlagen des Wu-Stil.

Als er 13 Jahre alt war stellte man ihm dem Großmeister Yip Man vor. Hier trainierte er fünf Jahre, von 1954 bis 1959. Viele der übrigen Schüler weigerten sich mit ihm zu trainieren, da er in den USA geboren wurde. Dennoch zeigte er sehr großes Interesse und wurde privat von Yip Man unterrichtet. Seinen Lehrmeister besuchte er noch Jahre später, da er ihn verehrte. Mit 16 Jahren begann Bruce Lee die traditionelle Kampfkunst Wing Chun zu erlernen. Bis zu seinem 18. Lebensjahr hatte er bereits in 20 Filmen mitgewirkt.

Seine enormen Fähigkeiten der Kampfkunst, die er durch eiserne Disziplin und harten körperlichen Training erreicht hatte, brachten ihn schließlich in die Vereinigten Staaten. Zunächst arbeitete er als Tanzlehrer und als Kellner. Nebenbei machte er seinen High-School-Abschluss. 1961 begann Bruce Lee ein Schauspielstudium.

Einige Jahre später eröffnet er sein erstes offizielles Studio, das „Jun Fan Gung Fu Institute“. 1964 heiraten er und Linda C. Emery und das Paar zog nach Oakland. Hier entsteht seine zweite Trainingsstätte. Am 1. Februar 1965 wurde sein Sohn Brandon Lee geboren. Er verstarb am 31. März 1995 bei einem Unfall während der Dreharbeiten zu dem Film „The Crow – Die Krähe“. Nur eine Woche nach der Geburt seines Sohnes verstarb sein Vater in Hongkong. 1966 eröffnet er sein drittes „Jun Fan Gung Fu Institute“. Am 19. April 1969 kam Tochter Shannon Lee zur Welt.

Er entwickelte den Kampfkunststil Jeet Kune Do, was gleichzeitig auch ein Selbstverteidigungskonzept war. Jeet Kune Do, auch JKD, bedeutet wörtlich übersetzt; „Der Weg der abfangenden Faust.“ Bruce Lee wird von vielen als größter Kampfkünstler des 20. Jahrhunderts angesehen. Zudem gilt er als Ikone des Martial-Arts-Films.

Während der Dreharbeiten zum Film „Der Mann mit der Todeskralle“ im Jahr 1973, brach Bruce Lee völlig erschöpft zusammen. Man diagnostizierte ein Hirnödem. Am 20. Juli 1973 verstarb Bruce Lee nach der Einnahme eines Schmerzmittels in Hongkong. Er wurde nur 32 Jahre alt.

 


König der Freibeuter

Der Film unter der Regie von Anthony Quinn ist eine Neuverfilmung des Films Der Freibeuter von Louisiana aus dem Jahr 1938. Beide Filme zeigen die Geschichte von Jean Lafitte (1780-1826), einem französischen Freibeuter. Thematisiert wird auch die Schlacht von New Orleans im Jahr 1815, dem Vorstoß der Briten gegen Amerika, bei der Jean Lafitte Amerika zum Sieg führte.

Jean Lafitte wurde um 1780 in Frankreich als zweiter Sohn eines Aristokraten geboren. Sein Bruder Pierre Lafitte (1770-1821) war ebenfalls ein Freibeuter und Schmuggler. 1804 gingen die Brüder in die Vereinigten Staaten, nach Barataria, etwa 100 Meilen südlich von New Orleans. Dies war die Heimat von Fischern und Freibeutern. Bereits vier Jahre später zählten die Brüder zu den gefürchtetsten Piraten. 1000 Männer und zehn Schiffe standen unter ihrem Kommando, mit denen sie Handelsschiffe kaperten und die Beute nach New Orleans schmuggelten.

Der Politiker und Gouverneur William Charles Cole Claiborne versuchte Lafitte aus Barataria zu vertreiben. Obwohl dieser 750 Dollar auf Lafittes Kopf ausgesetzt hatte, scheiterte sein Vorhaben kläglich. Jean Lafitte hingegen bot das doppelte Kopfgeld. Er baute ein Haus, Lagerhallen, eine Gastwirtschaft und ein Bordell. Seine Männer kamen aus verschiedenen Ländern, es waren Hunderte die sich ihm angeschlossen hatten. Im Hafen von Barataria herrschte reges Treiben, der Handel boomte. Jean Lafitte verbrachte einen Großteil seiner Zeit in Barataria um hier seinen Geschäften nachzugehen.

Als es am 8. Januar 1815 zur Schlacht von New Orleans gekommen war, unterlagen die britischen Truppen der amerikanischen Armee unter der Führung von Andrew Jackson. Jean Lafitte kämpfte an der Seite von Andrew Jackson. Jean Lafitte wurde daraufhin von Präsident Madison begnadigt und seine Männer für ihre Tapferkeit geehrt. Er half den amerikanischen Truppen da seine Expansion durch den Angriff der Briten scheiterte. Zuvor hatte man seinen Besitz beschlagnahmt. Somit erlangte er auch wieder seine Legalität.

Jean Lafitte arbeitete an neuen Plänen für eine Anlegestelle an der Küste von Texas. Er brauchte einen neuen Umschlagplatz für die Beute gekaperter Schiffe. 1817 gelang es ihm den berüchtigten Piraten Louis Michel Aury von der Insel Galveston zu vertreiben. Die amerikanische Regierung bat Jean Lafitte ein weiteres Mal um Hilfe, um die Franzosen und Spanier aus Texas zu vertreiben. Diesmal lehnten die Lafitte-Brüder ab. Zwei Jahre zuvor hatte er mit rechtlichen Mitteln versucht sein konfisziertes Eigentum wiederzuerlangen. Er fühlte sich verraten.

Auf der Insel Galveston gelang es ihm eine neue Schmuggelbasis zu errichten. Etwa um 1820 heiratet er die Französin Madeleine Regaud. Im Jahr 1821 entsandte die amerikanische Regierung die USS-Enterprise nach Galveston, um Jean Lafitte von dort zu vertreiben. Er erklärte sich bereit, ohne jeglichem Kampf, die Insel zu verlassen. Seine Männer brannten jedoch alles nieder. Man ließ sich nun auf der Mugeres-Insel nieder, um hier Schiffe zu überfallen. 1825 war es der Regierung gelungen die Piraterie zu unterbinden. Wie und wann Jean Lafitte verstarb kann nicht eindeutig belegt werden.

 


Men of Honor

Der Film basiert auf der wahren Geschichte des Marine-Tauchers, Master Chief Petty Officer, Carl Brashear (1931-2006), dem ersten afroamerikanischen Taucher in der United States Navy.

Carl Maxie Brashear wurde am 19. Januar 1931 in Tonieville, Kentucky, geboren. Er war das sechste von acht Kindern des Landpächters McDonald und dessen Ehefrau Gonzella, geborene Dorsey, Brashear. Die Familie ließ sich 1935 auf einer Farm in Sonora, Kentucky, nieder. Carl Brashear besuchte von 1937 bis 1946 die Sonora Grade School.

Am 25. Februar 1948 trat er der United States Navy bei. Er absolvierte die US Navy Diving & Salvage School, und war gleichzeitig einer der ersten Afroamerikaner der diese Schule besuchte. Somit war er der erste afroamerikanische Marine-Taucher. Während er die Tauchschule in Bayonne besuchte, kam es aufgrund seiner Hautfarbe zu Anfeindungen und rassistischen Sticheleien. Es kam sogar zu Drohungen, wie; „Wir werden dich heute ertränken, Nigger!“ oder „Wir wollen keine Nigger-Taucher.“

Ein Offizier namens Rutherford ermutigte ihn seine Ausbildung weiterhin zu verfolgen. Er erreichte 16 von 17 möglichen Punkten. Später war er auf mehreren Schiffen stationiert. Zu seinen Aufgaben zählten die unterschiedlichsten Tauchgänge, Reparaturarbeiten oder auch Bombenentschärfungen. Von 1956 bis 1958 gehörte Carl Brashear sogar zu der Eskorte für den Präsidenten Dwight D. Eisenhower.

1964 erreichte er den Rang eines Tauchers Erster Klasse, dem First Class Diver. 1966 lautete der Auftrag eine Bombe zu bergen. Zuvor waren zwei Flugzeuge kollidiert, wobei eine der Maschinen eine B28 Atombombe verlor, diese ins Meer stürzte. Carl Brashear war gerade an Bord der USS Hoist (ARS-40), einem Rettungs- und Bergungsschiff. Man sollte diese Bombe ausfindig machen.

Während der Bergung kam es zu einem Unfall, sein linkes Bein wurde dabei so schwer verletzt das man es amputieren musste. Nachdem er sich im Naval Regional Medical Center erholt hatte, packte ihn der Ehrgeiz und er begann wieder zu trainieren, um wieder tauchen zu können. Das machte ihn zum ersten zertifizierten Taucher mit nur einem Bein, mit einem amputierten Körperglied.

Für seine Tauchgänge wurde er mehrfach ausgezeichnet. 1970 errang er den höchsten Titel, den des Tauchmeisters, dem Master Diver. 1979 wurde er ehrenhaft aus der US Navy entlassen und ging 1993 in den Ruhestand. Carl Brashear war weiterhin ein gefragter Experte und Spezialist zum Thema Tauchen. Am 25. Juli 2006 verstarb Carl Brashear an Herzversagen.

Von 1952 bis 1978 war er mit Junetta Wilcoxson, von 1980 bis 1983 mit Hattie R. Elam und von 1985 bis 1987 mit Jeanette A. Brundage verheiratet. Er ist Vater von vier Kindern, Shazanta (1955-1996), DaWayne, Phillip und Patrick.

 


Sass

 

Der Film zeigt die Geschichte der Brüder Sass. Franz und Erich Sass waren zwei Berliner Einbrecher, die in der Weimarer Republik (1918-1933) große Bekanntheit erlangten. Es heißt sie haben ihre Beute auch teils an Bedürftige verteilt, wobei dies umstritten ist.

Der am 24. Oktober 1904 geborene Erich und sein zwei Jahre jüngerer Bruder Franz, der am 3. April 1906 das Licht der Welt erblickte,  wurden am 27. März 1940 im Konzentrationslager Sachsenhausen vom späteren Auschwitzkommandanten Rudolf Höß ermordet.

Die Brüder wuchsen in Berlin-Moabit auf. Die Eltern Andreas Sass, der als Schneider arbeitete und die Mutter, die in einer Wäscherei tätig war, hatten insgesamt fünf Söhne. Die Familie galt als sehr arm und lebte in einer kleinen Wohnung, mit gerademal 40 Quadratmetern, in einem Hinterhaus in der Birkenstraße 57. Schon im Kindesalter verübten die Brüder kleinere Einbrüche.

Es kam immer wieder zu Konflikten wegen kleinerer Delikte. Die Brüder wurden in Berlin der 1920er Jahre zu Meisterdieben. Es folgte eine Reihe von Tresoreinbrüchen. Bei ihren Einbrüchen waren sie stets unbewaffnet, was auch eine gewisse Sympathie vieler Berliner hervorrief. Ihre Vorgehensweise war sehr zielstrebig und einfach genial zur damaligen Zeit.

Im Jahr 1926 beschlossen sie Tresore zu knacken. Mit ihrem Schneidbrenner versuchten sie im März 1927 die Depositenkasse der Deutschen Bank zu öffnen. Sie wussten aber nicht das ein Schneidbrenner Sauerstoff verbraucht, was ihnen somit die Luft zum Atmen nahm. Der Raum war sehr klein und ihr Versuch scheiterte. Auch weitere versuchte Einbrüche in die Dresdner Bank, der Reichsbahndirektion oder beim Landesfinanzamt, um hier die Tresore zu knacken, schlugen ebenfalls fehl.

Im Januar 1929 gruben die Brüder einen drei Meter langen Tunnel, dieser zur Diskontobank am Wittenbergplatz führte. Dies war ihr größter Coup, ihnen war es gelungen 179 Schließfächer aufzubrechen. Tausende von Reichsmark haben sie dabei erbeutet. Die Polizei konnte ihnen jedoch nichts nachweisen.

Nach der Machtergreifung Adolf Hitlers flohen die Brüder nach Dänemark. Auch hier gingen sie ihren kriminellen Aktivitäten nach. Sie wurden verhaftet und 1934 verurteilt. 1938 wurden Franz und Erich Sass nach Deutschland ausgeliefert. Hier kam es zu einem Prozess. Sie wurden zu elf bzw. dreizehn Jahren Zuchthaus verurteilt.

Später wurden beide im KZ Sachsenhausen ermordet. Als Sterbedatum wird der 27. März 1940 angegeben. Auf Befehl des Führers wurden beide erschossen. Sie waren jedoch nie als Häftlinge in Sachsenhausen registriert. Möglich das man sie gleich am ersten Tag ihrer Ankunft getötet hat.