Das Furchtlose Regiment

Das Historiendrama führt uns in die Zeit des Spanisch-Amerikanischen Krieges im Jahr 1898 und zeigt die Geschichte der 1st US Volunteer Cavalry, besser bekannt als Rough Riders.

Geschildert wird die Tapferkeit dieser Einheit, bestehend aus Freiwilligen, während der Schlacht von San Juan Hill am 1. Juli 1898. Die 1st United States Volunteer Cavalry war eines von drei, aus Freiwilligen bestehenden Kavallerieregimenten, das als einziges aktiv am Spanisch-Amerikanischen Krieg teilnahm. Kommandeur dieses Regiments war der spätere US-Präsident Theodore Roosevelt (1858-1919). Ende 1898 wurde er zum Gouverneur von New York gewählt. Oberst Leonard Wood wurde zum neuen Kommandeur der Rough Riders ernannt.

Die US-Armee galt als klein und unterbesetzt. Um diese Situation zu ändern, forderte Präsident William McKinley (1843-1901) 125.000 Freiwillige auf, sich an diesem Krieg zu beteiligen. Die Freiwilligen stammten aus Arizona, New Mexico, Oklahoma und Texas. Fast alle waren erfahrene Reiter, unter ihnen Rancher, Sportler, Bergleute und Indianer. Außerdem pensionierte Polizeibeamte und Militärveteranen, die sich aktiv beteiligen wollten. Unter ihnen auch der Sheriff William Owen „Buckey“ O’Neill (1860-1898), der unter dem Kommando von Theodore Roosevelt Captain wurde und in der Schlacht von San Juan Hill am 1. Juli sein Leben verlor.

So entstand dieses Regiment aus Freiwilligen. Es meldeten sich mehr als erwartet und man war gezwungen zahlreiche Bewerber abzulehnen. Das Regiment wurde auch „Wood’s Weary Walkers“ genannt, zu Ehren des Kommandanten Oberst Leonard Wood (1860-1927). Nun begann man mit der Ausbildung der Männer, unter dem Kommando von Oberst Leonard Wood, unterstützt von Oberstleutnant Theodore Roosevelt.

Am 29. Mai 1898 machten sich 1060 Rough Riders auf den Weg zur Southern Pacific Railroad, um nach Tampa, Florida, zu gelangen. Von hier aus brachen die Männer in Richtung Kuba auf. Einige erkrankten an Malaria und Gelbfieber. Die von den Krankheiten verschont blieben kamen am 23. Juni 1898 auf Kuba an. Bereits einen Tag später kam es zur Schlacht von Las Guasimas, bei der sie gegen die Spanier kämpfen mussten. Die Spanier waren im Vorteil, da sie die verzweigten Wege im Kampfgebiet bereits kannten.

Dennoch gelang es den Amerikanern, dieses Gebiet zu kontrollieren. Nun folgte die Schlacht von San Juan Hill, der entscheidenden Schlacht im Spanisch-Amerikanischen Krieg und der Einnahme der Stadt Santiago de Cuba. Auch hier kam es zu erneuten Kämpfen. Am 17. Juli 1898 ergaben sich die spanischen Truppen. Einige kämpften noch immer und wurden durch die Amerikaner besiegt. Am 12. August kapitulierte die spanische Regierung, stimmte einem Waffenstillstand zu und gaben an die Kontrolle über Kuba aufzugeben. Dies war das endgültige Ende dieses Krieges und die Rough Riders traten ihre Heimreise an.

 

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Die Manns

Das Doku-Drama zeigt die Geschichte der Familie Mann, der beiden Schriftstellerbrüder Heinrich Mann (1871-1950) und Thomas Mann (1875-1955).

Teil 1 führt uns nach München, der Zeit der Familie Thomas Mann, in den Jahren 1923 bis 1933. Der zweite Teil zeigt die Zeit 1933 bis 1941, den Aufenthalten in Frankreich, der Schweiz und den Vereinigten Staaten. Der dritte Teil schildert das Leben der Familie Mann in den USA.

Heinrich Mann wurde am 27. März 1871 in Lübeck geboren. Er war das erste Kind des Kaufmanns Thomas Johann Heinrich Mann (1840-1891) und dessen brasilianisch-deutscher Ehefrau Julia da Silva-Bruhns (1851-1923). Sein Bruder Thomas wurde 1875 geboren und es folgten die Schwestern Julia (1877-1927) und Carla (1881-1910), sowie der Bruder Victor (1890-1949).

Die Familie galt als wohlhabend. 1893 zog die Familie nach München. 1905 veröffentlichte Heinrich Mann sein Werk „Professor Unrat“, welches 1930 mit dem Titel „Der blaue Engel“ verfilmt wurde. 1910 starb die jüngere Schwester Carla durch Suizid. 1914 heiratet Heinrich Mann die Prager Schauspielerin Maria Kanová (1886-1947). Zwei Jahre darauf wurde Tochter Leonie geboren. Es erschienen zahlreiche Werke von Heinrich Mann, darunter „Gedanken im Kriege“ und „Der Untertan“.

Die Brüder waren unterschiedlicher Meinung, im Bezug auf den Ersten Weltkrieg. Dies führte zu einem Streit. Erst Jahre später, 1922, gelang eine Versöhnung. Ein Jahr nach ihrer Versöhnung verstarb die Mutter. Im Jahr 1927 nahm sich ihre Schwester Julia das Leben. Heinrich Mann und seine Frau trennten sich und er zog 1928 nach Berlin. Hier heiratet Heinrich Mann 1939 erneut, die aus einfachen Verhältnissen stammende Nelly Kröger (1898-1944). Das Paar floh in die Vereinigten Staaten. Er hatte sich gegen die Nationalsozialisten gewandt. Seine Frau nahm sich 1944 das Leben. Die Vereinigten Staaten als neue Heimat blieben ihm stets fremd. Er verstarb am 11. März 1950 in Santa Monica, Kalifornien.

Paul Thomas Mann wurde am 6. Juni 1875 in Lübeck geboren. 1901 erschien sein Roman „Buddenbrooks“, für den er 1929 den Nobelpreis für Literatur erhalten hat. Es folgten zahlreiche Novellen und Erzählungen. 1905 heiratet er Katharina „Katia“ Pringstein. Er stand zwar auch auf Männer, doch es blieb nur bei Schwärmereien. Mit der Hochzeit wollte Thomas Mann ein geordnetes Leben. Das Paar bekommt sechs Kinder; Erika (1905-1969), Klaus (1906-1949), der 1949 ebenfalls Suizid begeht, Golo (1909-1994), Monika (1910-1992), Elisabeth (1918-2002) und Michael (1919-1977).

Auch er verließ Deutschland und emigrierte 1933 in die Schweiz und 1938 in die Vereinigten Staaten. 1944 wurde Thomas Mann amerikanischer Staatsbürger und kehrte 1952 in die Schweiz zurück. Er verstarb am 12. August 1955 in Zürich. Thomas Mann setzte sich für Demokratie und Humanität ein. Wie auch sein Bruder lehnte er den Nationalsozialismus ab und beschuldigte diesen als Barbarei.

Die Amerikaner hießen den berühmten Schriftsteller Thomas Mann willkommen. Sein ehemaliges Wohnhaus ist heute das Thomas Mann-Haus in Pacific Palisades, Kalifornien, in dem er von 1942 bis 1952 lebte. Das Haus ist Eigentum der deutschen Bundesregierung und heutige Begegnungsstätte.

 


Erschütternde Wahrheit

Der Film basiert auf dem Bericht „Game Brain“ der Journalistin Jeanne Marie Laskas, dieser 2009 im Magazin GQ veröffentlicht wurde. Erzählt wird die wahre Geschichte des forensischen Pathologen und Neurowissenschaftlers Dr. Bennet Omalu.

Dr. Bennet Omalu veröffentlichte als Erster Fallstudien zu Chronisch-traumatischer Enzephalogie, CTE, einer neuralen Dysfunktion, die nach häufigen Schlägen oder Stößen auf bzw. gegen den Kopf auftritt, so zum Beispiel bei American Football-Spielern. Für ihn war es ein Kampf, David gegen Goliath, um auf dieses Problem hinzuweisen – Dr. Bennet Omalu gegen die National Football League.

Die neurologischen Schädigungen, verbunden mit Chronisch-traumatischer Enzephalogie waren bekannt, unter anderem Boxer und weitere Berufsathleten waren davon betroffen. Als der ehemalige American Football-Spieler Mike Webster im Jahr 2002, im Alter von 50 Jahren, verstarb, führte Dr. Bennet Omalu eine Obduktion an ihm durch. Mike Webster war plötzlich und unerwartet verstorben. Er litt seit mehreren Jahren an Stimmungsschwankungen und Depressionen. Zudem nahm er Drogen und hatte versucht sich das Leben zu nehmen.

Bei der Obduktion wies sein Gehirn völlige Normalität auf. Dr. Bennet Omalu nahm zudem eine Gewebeprobe und fand heraus, das Mike Webster  an diesem Boxer-Syndrom litt. Seine Forschungsergebnisse wurden im Jahr 2005 veröffentlicht. Während dies bei Boxern durch Faustschläge gegen den Kopf hervorgerufen wurde, kam es bei den American Football-Spielern durch das Aufeinanderprallen der Köpfe, obwohl diese durch Helme geschützt sind.

Der Tod von Mike Webster lenkte die Aufmerksamkeit auf dieses Problem. Dr. Bennet Omalu glaubte, dass die Ärzte der National Football League erfreut sein werden, das seine Forschungen dazu genutzt werden könnten, dieses Problem zu beheben. Doch über seine Ergebnisse war man zunächst wenig begeistert und betrachtete seine Beschreibungen dieses Problems als völlig falsch. Dr. Bennet Omalu arbeitete nun mit dem Neurochirurgen Julian Bailes zusammen. Dieser beschäftigte sich mit der Erforschung von Gehirnerschütterungen und war Leiter der Abteilung für Neurochirurgie an der West Virginia University School of Medicine. 2002 gründeten sie das Brain Injury Research Institute, zur Erforschung traumatischer Hirnverletzungen.

2006 veröffentlichte Dr. Bennet Omalu einen weiteren Bericht, diesmal über den American Football-Spieler Terry Long, dieser im Jahr 2005, im Alter von nur 45 Jahren, verstorben war. Er hatte Selbstmord begangen, bei dem er Frostschutzmittel trank. Eine Autopsie ergab, das auch er an Chronisch-traumatischer Enzephalogie gelitten hat. Beweise dafür fand Dr. Bennet Omalu auch bei den ehemaligen Spielern Justin Strzelczyk, der 2004 im Alter von 36 Jahren verstarb, Andre Waters, gestorben 2006 im Alter von 44 Jahren und außerdem bei Tom McHale, dieser im Alter von 45 Jahren im Jahr 2008 verstorben war.

Nun erkannte auch die National Football League dieses Problem. Die Ergebnisse von Dr. Bennet Omalu wurden nun offiziell anerkannt, wenn auch erst sieben Jahre nach seiner Entdeckung. Keine Sportart verzeichnet mehr Gehirnverletzungen, Gehirnerschütterungen, wie American Football. Dr. Bennet Omalu fand die Chronisch-traumatische Enzephalogie auch bei Militärveteranen, so ein Fall eines 27-Jährigen, der Selbstmord begangen hatte. Dies veröffentlichte er im Jahr 2011.

 


Panzerschiff Graf Spee

Das Kriegsdrama zeigt die Geschichte des deutschen Panzerschiffs Admiral Graf Spee und dessen Kapitän Hans Langsdorff (1894-1939).

Das Schiff wurde während des Spanischen Bürgerkriegs (1936-1939) und zu Beginn des Zweiten Weltkriegs eingesetzt. Die Admiral Graf Spee war ein Panzerschiff der Deutschland-Klasse, das am 30. Juni 1934 vom Stapel lief. Am 21. August 1939 verließ das Schiff Wilhelmshaven, um sich im Südatlantik zu positionieren. Diese Fahrt des Schiffes stand unter dem Kommando vom Kapitän zur See Hans Langsdorff.

Es ist der Beginn des Zweiten Weltkriegs, bei dem es im Südatlantik zu mehreren Kreuzerkriegen gekommen war. Die Admiral Graf Spee versenkte neun englische Handelsschiffe. Geplant war nun den Heimathafen anzusteuern. Der Kapitän entschied sich, noch einmal an die Ostküste Südamerikas zu fahren, in der Hoffnung auf weitere feindliche Schiffe zu treffen.

Es ist der 13. Dezember 1939, als die Admiral Graf Spee vor der Mündung des Rio de la Plata auf einen gegnerischen Schiffsverband trifft. Man glaubte zunächst, das es sich von einem Hilfskreuzer begleiteten Konvoi handelt. Nach kurzen Überlegungen hielt man nun die Schiffe für einen Leichten Kreuzer in Begleitung von Zerstörern. Doch auch hier lag man falsch. Es waren die Schiffe; der schwere britische Kreuzer Exeter, das Flaggschiff des Kommodore Henry Harwood, sowie der britische Leichte Kreuzer Ajax und der neuseeländische Leichte Kreuzer Achilles.

Die Schiffe waren schneller als die Graf Spee und eröffneten das Feuer. Erst jetzt konnte man auf der Graf Spee die gegnerischen Schiffe richtig identifizieren. Statt die britischen Kreuzer auf Abstand zu halten und somit den Reichweitenvorteil seiner größeren Geschütze zu nutzen, befahl der Kapitän Hans Langsdorff, mit voller Fahrt auf die Gegner zuzufahren. Es kam zum Gefecht, bei dem die Exeter, die beiden Leichten Kreuzer, aber auch die Graf Spee beschädigt wurden.

Die Graf Spee hatte 36 Tote und 60 Verwundete zu beklagen. Der Kapitän gab sich geschlagen und lief in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, ein. Hier waren Reparaturarbeiten und Proviantübernahme geplant, um von hier aus die Heimfahrt nach Deutschland anzutreten. Der britische Botschafter verhinderte jedoch ein Auslaufen der Admiral Graf Spee, da man auf britische Verstärkung wartete.

Die Schiffe Ajax und die Achilles, sowie die HMS Cumberland, warteten bereits an der La-Plata Mündung. Die Graf Spee hatte zwar einige Beschädigungen, die Gefechtsbereitschaft war jedoch voll gegeben. Für anstehende Reparaturarbeiten gewährte man ihnen nur 72 Stunden, unmöglich diese in der Zeit zu schaffen. Man versuchte nach Buenos Aires, Argentinien, zu gelangen. Ein Vorhaben das durch einen Funkspruch nach Berlin Zustimmung fand. Aufgrund der geringen Wassertiefe war dies jedoch nicht möglich.

Am 17. Dezember 1939 verließ das Schiff Montevideo. Der Kapitän ließ ankern und Sprengstoff anbringen. Viele der Besatzungsmitglieder hatten bereits zuvor, still und heimlich, die Graf Spee verlassen. Die restlichen 40 Mann gingen nun von Bord. Die Admiral Graf Spee explodierte und brannte mehrere Tage. Sie senkte sich auf den Grund der Flussmündung des La Plata. Die Besatzung machte sich auf den Weg nach Buenos Aires. Hier erschoss sich Hans Langsdorff am 19. Dezember 1939. Er hatte sein Schiff zerstört, weil er glaubte sich in einer aussichtslosen Lage zu befinden. Einen Durchbruchversuch hatte er ohne jegliche Chancen empfunden.

 


Jacques

 

Jacques – Entdecker der Ozeane ist ein biografischer Abenteuerfilm über den französischen Meeresforscher, Wissenschaftler, Filmemacher und Naturschützer Jacques-Yves Cousteau (1910-1997).

Er gilt als Pionier der Meeresforschung, dem Schutz der Meere und der Erhaltung der Ökosysteme in Ozeanen und Meeren. Zudem war der französische Marineoffizier Autor, Fotograf und Abenteurer, der hoffte immer wieder neue Entdeckungen zu machen. Seine Entdeckungen und die Erforschung der Unterwasserwelt beschreibt er in einer Vielzahl seiner Bücher. Sein wohl bekanntestes Werk „The Silent World: A Story of Undersea Discovery and Adventure“ erschien 1953, welches in englischer Sprache verfasst wurde. Co-Autor des Buches ist Frédéric Dumas (1913-1991), dieser neben Philippe Tailliez (1905-2002) zu seinem Team gehörte.

Jacques-Yves Cousteau wurde am 11. Juni 1910 in Saint-André-de-Cubzac, Frankreich, geboren. 1930 besucht er die Marineschule École Navale und wurde Marineoffizier. 1933 tritt er in die französische Kriegsmarine ein, die er 1956 als Rang eines Korvettenkapitäns verließ. 1936 führt Jacques Cousteau seine ersten Unterwasser-Experimente durch. Sein Freund Philippe Tailliez hatte ihm eine Taucherbrille des Erfinders Maurice Fernez (1885-1952) geliehen. Jacques Cousteau war ein 27-jähriger Marineoffizier der die damals 18-jährige Simone Melchior bei einer Cocktailparty kennenlernt. Am 12. Juli 1937 heiratet das Paar und sie bekommen die beiden Söhne Jean-Michel und Philippe. Seine Frau war stets an seiner Seite, zumindest bei den größeren Vorhaben seiner Erkundungen.  

Sein Interesse galt dem Fliegen und dem Meer. Er wollte Pilot werden, doch ein Autounfall macht dies unmöglich. Aus seiner anfänglichen Tauchbegeisterung entwickelte sich seine bedingungslose Liebe zum Meer. Seine Söhne nahmen an den Expeditionen der Calypso teil. Die Calypso war ein ehemaliges britisches Minensuchboot, das er 1950 gekauft und zu einem Forschungsschiff umgebaut hatte.

Nach seinem ersten Tauchgang sagte er; „Ich war in einem Dschungel, der noch nie von all denen erblickt worden ist, die sich auf der undurchsichtigen Erdoberfläche bewegen.“ 1947 schafft er den Weltrekord im Freitauchen, dies bei einer Tiefe von 91,5 Meter. Seine Ausrüstung konstruierte und baute er stets selbst, so auch ein wasserdichtes Gehäuse für seine Filmkamera. 1942 entstand sein erster Unterwasserfilm. Nach seinen Entwürfen wurde 1946 das erste Presslufttauchgerät, die „Aqualunge“ konstruiert.

So entstanden eine Vielzahl von Büchern und er drehte über 100 Filme. Im Jahr 1973 gründet Jacques Cousteau die Cousteau-Gesellschaft zur Erforschung und zum Schutz der Meere. 1979 kam sein Sohn Philippe bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. 1980 plante er erneut und ließ sein zweites Forschungsschiff Alcyone bauen, das 1985 auf Jungfernfahrt ging. Das Schiff ist noch heute für die Cousteau Society unterwegs.

Man wählte ihn zum Präsidenten der französischen Ozeanographischen Gesellschaft. Zudem leitete er das Ozeanographische Museum in Monaco. Er sah wie die Fische sterben und machte den Menschen dafür verantwortlich. Auch als Umweltschützer wurde er bekannt. Er mied stets das Rampenlicht, dennoch kürten ihn die Franzosen mehrfach zum beliebtesten Landsmann. Sein Kampf richtete sich gegen die Verschmutzung und Ausbeutung der Ozeane. Seine entdeckte Unterwasserwelt gibt es heute so nicht mehr. 1990 starb seine Frau Simone an Krebs. Ein Jahr darauf heiratet er Francine Triplet. Jacques-Yves Cousteau verstarb am 25. Juni 1997 in Paris.

 


Semmelweis

Der Film zeigt das Leben des Arztes Ignaz Philipp Semmelweis (1818-1865), einem ungarischen Chirurgen und Geburtshelfer im damaligen Kaisertum Österreich.

Ignaz Philipp Semmelweis ist Entdecker der Ursache des Kindbettfiebers, einer Infektion die mit hohem Fieber begleitet wurde und vielen Wöchnerinnen das Leben kostete. Wöchnerinnen sind Frauen, die sich nach der Geburt ihres Kindes im Bett erholten.

Von 1846 bis 1849 war er als Assistenzarzt an der ersten Wiener Klinik für Geburtshilfe tätig. Diese Klinik hatte zwei Abteilungen, eine oblag der Obhut der Ärzte und Medizinstudenten und für die andere Station waren die Hebammen verantwortlich. In der Abteilung der Ärzte und Studenten gab es eine Vielzahl von Todesfällen, deutlich mehr als im Bereich der Hebammen. Ignaz Semmelweis erkannte den Zusammenhang zwischen den unsauberen Händen der Ärzte und dem Tod der Wöchnerinnen. Hierbei kam es zu einer Berührungsinfektion, was zum Tod der Frauen führte. Man hatte Leichen seziert und ging gleichzeitig auf die Station der Wöchnerinnen, wo man mit unsauberen Händen sich um das Wohl der Frauen kümmerte, jedoch durch Leichengift eine Infektion hervorrief.

Um dem vorzubeugen führte Semmelweis eine hygienische Maßnahme ein, eine Händedesinfektion mit Chlorkalk. Dadurch war es ihm gelungen, die Sterberate in seiner Abteilung deutlich zu senken. Anerkennung seitens seiner Kollegen fand er jedoch nicht, im Gegenteil, sie standen ihm feindselig gegenüber. Erst nach seinem Tod wurde seine Entdeckung mit Ruhm und Anerkennung gewürdigt.

Ignaz Semmelweis gilt als Vorreiter der modernen Antisepsis. Man nannte ihn „Retter der Mütter“. Nur wenige seiner Ärztekollegen hatten ihn unterstützt, der Rest bezeichnete seine Studie als Unfug, da man Hygiene als Zeitverschwendung angesehen hatte. Ignaz Semmelweis verstarb am 13. August 1865, im Alter von 47 Jahren nahe Wien, unter nicht näher geklärten Umständen.

Ignaz Semmelweis wurde am 1. Juli 1818 in Buda, Budapest, Ungarn, geboren. Die Eltern Josef Semmelweis (1778-1846) und Theresa Semmelweis, geborene Müller (1790-1844), die aus einer wohlhabenden Familie stammte, waren Kolonial-Großhändler. Sie legten großen Wert auf die Schulbildung ihrer Kinder. Von 1835 bis 1837 studierte er Philosophie und Jura an der Universität Pest. 1837 ging er nach Wien um Rechtswissenschaften zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin.

1844 schloss er sein Studium mit dem Magister der Geburtshilfe ab und promoviert zum Dr. med. Ein Jahr darauf ist er Doktor für Chirurgie. 1846 arbeitet Semmelweis als Assistenzarzt in Wien. Später ist er als Arzt in Pest tätig. Hier eröffnete er eine Privatpraxis und arbeitet nebenbei auf der Entbindungsstation eines Spitals in Pest. 1865 erkrankt er an Depressionen und wurde von Kollegen in eine Irrenanstalt eingewiesen. Hier spricht man von einer Intrige.

 


Ed Gein

Der Film zeigt die wahre Geschichte des Serienmörders Ed Gein (1906-1984).

Sein Vater war meist ohne Job und alkoholsüchtig. Ed und sein Bruder bezogen ständig Prügel vom Vater, während seine Mutter das wenige Geld das sie hatten sparte, dass sie in ihrem Laden durch Verkaufen von Lebensmitteln verdiente. Sie hingegen war eine religiöse Fanatikerin, was sie bewegte sich nicht von ihrem Mann zu trennen. Sie hatte den Kindern ständig aus der Bibel vorgelesen und sagte das alle Frauen, außer ihr, alles Huren sind. In der Schule wurde Ed von Mitschülern oft gehänselt, verspottet und geschlagen. Die Mutter schimpfte oft und die beiden Jungs durften die Farm nur verlassen wenn sie in die Schule gehen.

Als 1940 sein Vater starb mussten sie ihre Mutter unterstützen. 1944 wüteten Buschfeuer wobei sein Bruder starb, beim Versuch diese zu löschen. Ein Jahr darauf starb seine Mutter und Ed fühlte sich allein gelassen. Seine einzige Freundin, seine weibliche Bezugsperson, war von ihm gegangen. Völlig auf sich allein gestellt kam es zu nächtlichen Ausflügen auf verschiedenen Friedhöfen.

Edward Theodore Gein (1906-1984) war ein Grab-und Leichenschänder. Seine Verbrechen beging er in und um seiner Heimatstadt Plainfield, im Bundesstaat Wisconsin.
Öffentliche Bekanntheit erlangte er als Behörden entdeckten, das er Leichen von lokalen Friedhöfen exhumiert und daraus Trophäen und Erinnerungsstücke aus den Knochen und der Haut anfertigte.

Er gestand zwei Frauen ermordet zu haben. Am 8. Dezember 1954 tötete Gein die 51-jährige Gaststätteninhaberin Mary Hogan in dem Ort Pine Grove, Wisconsin. Am 16. November 1957 entführte und ermordete er die 58-jährige Ladenbesitzerin Bernice Worden.
Er galt als Verdächtiger, da er bereits einen Tag zuvor in dem Laden war, sich erkundigte und eine Quittung bestätigte, dass er der letzte Kunde an diesem Tag gewesen ist. Als die Polizei am nächsten Tag sein Farmhaus überprüfte, fanden sie die Leiche von Bernice Worden. Diese hing mit den Fussgelenken gefesselt an einem Balken von der Decke und war ausgeweidet. Sie wurde enthauptet und aufgeschlitzt. Gein hatte die Innereien entfernt. Die Polizei stellte fest das sie zuvor erschossen worden war.

Außerdem fand man mindestens 15 weitere Leichen, eine Sammlung von Körperteilen, wie Nasen, weibliche Geschlechtsorgane und Masken aus menschlicher Haut. Einige Schädel dienten ihm als Schüsseln. Er bewohnte nur einen Raum im Haus, welches völlig zugemüllt war.
Als man Gein festgenommen hatte gab er bei den Vernehmungen zu, kürzlich verstorbene Frauen, mittleren Alters ausgegraben zu haben, diese er mit nach Hause nahm und geschändet hatte. Aus deren Haut stellte er Kleidung her, trug diese und wollte sich so in eine Frau verwandeln. Laut Psychologen ist dies eine krankhafte Art des Transvestismus. Gein bestritt jedoch Sex mit den Leichen gehabt zu haben, weil diese nach seiner Aussage so schlecht gerochen haben.

Bei seinem Verhör wurde Gein vom Sheriff mit dem Kopf gegen die Wand gestoßen, was dazu führte das sein Geständnis für null und nichtig erklärt wurde. Zudem attestierte man eine Unzurechnungsfähigkeit und er somit nicht verhandlungsfähig sei. Man wies ihn in eine psychiatrische Anstalt ein, bis ein Arzt erklärte das er nun soweit sei einem Prozess beiwohnen zu können.

In der Zwischenzeit brannte sein Haus nieder. Als man ihm das mitteilte, zuckte er mit den Schultern und sagte; „Gut so“. Man geht hier von Brandstiftung aus. Am 14. November 1968 begann der Prozess und Gein wurde wegen Mordes verurteilt. Da er aber immer noch als unzurechnungsfähig galt, kam er für den Rest seines Lebens in eine Nervenheilanstalt. Gein erkrankte an Krebs und starb 1984.