Butch

Die DVD Box beinhaltet die drei Filme;

  • Butch Cassidy und Sundance Kid (1969)
  • Butch und Sundance – Die frühen Jahre (1979) Trailer
  • Blackthorn (2011) Trailer

Butch Cassidy und Sundance Kid zeigt die wahre Geschichte der beiden Zug- und Bankräuber Butch Cassidy (1866-1908) und Sundance Kid (1867-1908). Der Film „Blackthorn“ ist eine fiktive Geschichte rund um Butch Cassidy.

Butch Cassidy mit bürgerlichen Namen Robert Leroy Parker war ein berüchtigter Zug- und Bankräuber und Anführer der Bande „Butch Cassidys Wild Bunch.“ Zu dieser Bande zählten auch, sein engster Freund William Ellsworth „Elzy“ Lay (1869-1934), Sundance Kid, Ben Kilpatrick (1874-1912) auch bekannt als The Tall Texan, William „News“ Carver (1868-1901), Camila „Deaf Charlie“ Hanks, Laura Bullion (1876-1961), George Sutherland „Flat-Nose“ Curry (1871-1900), Harvey Alexander Logan (1887-1904) bekannt als Kid Curry und Bob Meeks.

Sie galten als die erfolgreichsten Zugräuber der Geschichte. Man schätzt das etwa 19 Personen zu dieser Bande zählten. Sie behaupteten, bei ihren Raubzügen niemanden zu töten oder je getötet zu haben. Einige der Banditen töteten jedoch zahlreiche Menschen als man sie verfolgte. Viele der Gesetzeshüter, Anwälte, aber auch Zivilisten kamen durch sie ums Leben.

Man pflegte Kontakte zu den beiden Schwestern Ann (1878-1956) und Josie Bassett (1874-1964), die gemeinsam eine Farm bewirtschafteten und Rinder züchteten. Beide hatten Liebesbeziehungen zu den bekannten Mitgliedern der Wild Bunch. Sie waren junge und gutaussehende Frauen, jedoch auch Gesetzlose. Man versorgte die Bande mit Pferden und Rindfleisch. Zudem boten sie ihre Farm um ein oder zwei Tage zu verweilen.

Am 2. Juni 1899 wurde ein Zug der Union Pacific Railroad beraubt. Ihre Beute belief sich auf bis zu 60.000 Dollar. Am 11. Juli wurde ein weiterer Zug in der Nähe von Folson, New Mexico, ausgeraubt. Die Bande wurde vom Sheriff Ed Farr und seinem Stellvertreter verfolgt, die dabei getötet wurden.

Einige der Bandenmitglieder konnten gefasst werden. Die entkommen konnten, überfielen am 19. September 1900 die First National Bank in Winnemucca, Nevada. Diese Verbrechen führten zu viel Anerkennung und Ruhm der Bande. Anfang 1901 zog es Butch Cassidy und Sundance Kid und dessen Bekannte Etta Place nach Patagonia, Argentinien. Sie wollten somit einer Verfolgung durch die Pinkerton-Detektive entkommen.

Will Carver wurde verwundet und starb. Ben Kilpatrick und Laura Bullion wurden 1901 gefangen genommen. Im Jahr 1908 wurden Butch Cassidy und Sundance Kid während einer Schießerei mit der bolivianischen Kavallerie getötet. Etta Place verschwand, man habe sie zuletzt 1909 in San Francisco gesehen. Elzy Lay wurde aus der Haft entlassen und ein angesehener Geschäftsmann. Ben Kilpatrick war 1911 ein freier Mann und starb ein Jahr darauf bei einem erneutem Raubüberfall. Laura Bullion wurde 1905 aus der Haft entlassen.

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Maos letzter Tänzer

Der Film basiert auf dem Buch „Mao’s Last Dancer“ und beschreibt die Geschichte des professionellen Tänzers Li Cunxin. Der am 26. Januar 1961 in Quingdao, Shandong, China, geborene Li Cunxin ist ein ehemaliger Balletttänzer. Er ist heute Börsenmakler und künstlerischer Leiter des Queensland Ballet in Brisbane, Australien.

Li Cunxin hat sechs Brüder und wuchs in armen Verhältnissen auf. Seine Familie musste er finanziell unterstützen. Es ist die Zeit unter Mao Zedong, dem Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas. Li Cunxin hatte den Wunsch dieser Kommunistischen Partei zu dienen und schloss sich dieser an. Die Berater der Ehefrau von Mao Zedong, Jiang Quing, auch Madame Mao, ermöglichten ihm, die Pekinger Tanzakademie zu besuchen. Diese Akademie besuchte er sieben Jahre.

Die Schüler trainierten täglich bis zu 16 Stunden. Die Ausbildung war hart, sie begann jeden Morgen um 5.30 Uhr. Er zeigte allgemein gute Leistungen, tat sich jedoch mit dem Ballett etwas schwer. Dies änderte sich als er auf den Lehrer Xiao traf, dieser ihn zu einem sehr guten Tänzer machte. Sein Talent blieb nicht unbemerkt. Der Leiter des Houston Ballet, Ben Stevenson, dieser zwei Semester an dieser Akademie unterrichtete, bot ihm ein Stipendium um in den Vereinigten Staaten zu studieren.

Li Cunxin willigte ein und war somit einer der ersten Studenten dieser Akademie, der mit finanzieller Unterstützung der Zentralregierung der Volksrepublik China, in die Vereinigten Staaten ging. Er erkannte das er sich als Balletttänzer in seiner Heimat nicht so entwickeln könne. In China wurde das Ballet zu sehr durch die Politik geprägt, demzufolge wurden nur politische Tanzstücke erlernt und aufgeführt.

In den USA verliebt er sich in die Tänzerin Elizabeth Mackey, die er 1981 heiratet. Mit der Eheschließung wollte er auch eine Abschiebung vermeiden. Im chinesischen Konsulat, diesem er die Eheschließung und den Wunsch in den USA bleiben zu wollen mitteilte, wurde er für 21 Stunden festgehalten. Nach einigen diplomatischen Verhandlungen konnte Li Cunxin das Konsulat wieder verlassen. Auch die Ehe mit Elizabeth Mackey wurde geschieden. Seine chinesische Staatsbürgerschaft wurde ihm  aberkannt.

Dadurch konnte er mehrere Jahre nicht nach China reisen. Seine Eltern hat er sieben Jahre nicht gesehen. Durch eine Intervention durch den Präsidenten George Bush Sr. durfte er in den USA bleiben. Li Cunxin tanzte 16 Jahre beim Houston Ballet. Bei internationalen Wettbewerben gewann er zwei Silber- und eine Bronzemedaille. Während eines Auftritts in London, lernt er die Tänzerin Mary McKendry kennen.

Die Australierin heiratet er 1987. Im Jahr 1995 zog das Paar mit ihren beiden Kindern nach Melbourne, Australien. Das Paar hat insgesamt drei Kinder, Sophie, Thomas und Bridie. Mit 37 Jahren beendet er seine Tanzkarriere. Li Cunxin arbeitet nun als Börsenmakler. Diesen Beruf hatte er nebenbei erlernt, als er einen verstauchten Knöchel hatte und nicht beim Ballett tanzen konnte. 2003 veröffentlicht er seine Autobiografie „Mao’s Last Dancer“, diese vom Regisseur Bruce Beresford verfilmt wurde. Seit 2012 ist er künstlerischer Leiter des Queensland Ballet. Er erhielt die Auszeichnung „Australien Father of the Year.“

 


Ben X

Inspiration fand der Film des Regisseurs Nic Balthazar durch einen Zeitungsartikel, in dem über ein Selbstmord eines 17-jährigen autistischen Jungen, im belgischen Gent berichtet wurde. Der 17-Jährige wurde gemobbt und hatte sich daraufhin das Leben genommen. Ben X heißt oder bedeutet im Niederländischen „Bin Nix.“

Nic Balthazar ist zudem Autor des Buches „Niets Was Alles Wat Hij Zei“ (Nothing Was All He Said), dieses ebenfalls als Vorlage für den Film diente. Es ist die wahre Geschichte des 17-jährigen autistischen Tim, der gemobbt wurde und Selbstmord begangen hat. Er stürzte sich von der Burg Gravensteen in Gent.

Der 17-Jährige ging am 14. Januar 2002, etwa gegen 9.00 Uhr, zu dieser Burg, bestieg den höchsten Turm und stürzte sich in die Tiefe. Passanten fanden den schwer verletzten Jungen und man brachte ihn in das Sint-Lucas Krankenhaus. Jede Hilfe kam zu spät, er verstarb an seinen schweren Verletzungen.

Tim saß oft am Computer und widmete sich den Videospielen. Bei seinen Spielen hatte er eine Freundin. Nic Balthazar sagt; „Tim ging auf eine ganz normale Schule. Er war ein begabter und aufgeweckter Junge. Dennoch schaffte er es nicht sich zu verteidigen. Mobbing hat ihn in den Tod getrieben.“

 


Der Untergang der Cosa Nostra

Der Film auch bekannt unter den Titeln „Iron Rules – Nach eisernen Regeln“ oder „Der Todeskuss der Cosa Nostra“ beschreibt das Leben des berüchtigten Mafioso John Gotti (1940-2002). Er war Chef der mächtigen Gambino-Familie, einer italo-amerikanischen Mafiafamilie, der amerikanischen Cosa Nostra.

John Gotti wurde am 27. Oktober 1940 in der Bronx, New York, geboren. Seine Eltern sind gebürtige Amerikaner. Seine Vorfahren hingegen stammen aus San Giuseppe Vesuviano in der Provinz Neapel. Er war das fünfte von insgesamt 13 Kindern von Johannes Joseph Gotti und dessen Frau Fannie.

Er und vier weitere Brüder wurden Mitglieder der Gambino-Familie. Sie wuchsen in ärmlichen Verhältnissen auf und kamen schon recht früh auf die schiefe Bahn. Sie wohnten nicht weit vom Flughafen, dessen Zulieferer und Lagerhäuser ausgeraubt wurden. Dabei waren ihnen auch korrupte Wachbeamte behilflich. Bereits mit 12 Jahren hatte er Kontakte zu den Straßengangs. Mit 14 Jahren versuchte John Gotti einen Betonmischer zu stehlen. Dies misslang, das Gerät fiel ihm auf seine Zehen, die dabei zerquetscht wurden. Diese Verletzung sollte ihn sein ganzes Leben begleiten.

Er knüpfte Kontakte zu den Mobstern Angelo Ruggiero und Wilfred „Willie Boy“ Johnson. Der Mafioso Aniello Dellacrose (1914-1985) verhalf ihm bei seinem Aufstieg in die Gambino-Familie. Seine vier Brüder Eugene „Gene“, Peter, Richard V. und Vincent folgten ihm. 1958 trifft er auf seine zukünftige Ehefrau Victoria DiGeorgio, die er 1962 heiratet. Das Paar bekommt fünf kinder, Victoria, John, Frank, Angela und Peter.

John Gotti versuchte einer regulären Arbeit nachzugehen, allerdings lockten ihn die verbrecherischen Geschäfte, wofür er bis 1966 zweimal inhaftiert wurde. Schon zu Jugendzeiten machte er Besorgungen für Carmine Fatico. 1987 war sein Aufstieg perfekt, er übernahm die Gambino-Familie. Man gab ihm den Spitznamen „Teflon-Don“, da einige Verurteilungen zu Freisprüchen führten. Außerdem „The Dapper Don“, aufgrund seiner teuren Kleidung und er es liebte vor Kameras aufzutreten.

Seine Machtergreifung wurde von den anderen vier Mafiafamilien, Bonanno, Colombo, Genovese und Luccese nicht gern gesehen. Man plante bereits ihn zu beseitigen, seinen Tod. Ein Anschlag auf John Gotti war misslungen, wodurch es zu noch mehr Konflikten gekommen war. Auch die Strafverfolgungsbehörden waren ihm auf der Spur. 1992 wurde John Gotti verhaftet und angeklagt. Die Anklage lautete, Mord in fünf Fällen, Erpressung, Verschwörung zum Mord, Behinderung der Justiz, Steuerhinterziehung und illegales Glücksspiel.

Man brachte ihn in die Haftanstalt United States Penitentiary in Marion, Illinois. Hier wurde er von dem Mithäftling Walter Johnson angegriffen. John Gotti bot der arischen Bruderschaft 40.000 Dollar um Johnson zu töten. Sie nahmen sein Angebot an, doch die Wärter hatten dies längst mitbekommen, woraufhin man Johnson verlegte. 1998 diagnostizierte man bei John Gotti Kehlkopfkrebs. Er starb am 10. Juni 2002 im Alter von 62 Jahren.

 


Freistatt

Der Film thematisiert Ereignisse in den früheren Freistatt-Einrichtungen, den Freistatt-Heimen, in denen das Motto lautete; „Arbeit statt Almosen.“ Bis in die 1970er Jahre wurden Jugendliche in den Erziehungsheimen misshandelt und zur Arbeit gezwungen. Mit dem Film Freistatt möchte man das Geschehene aufarbeiten.

Der Pastor und Theologe Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910), hatte im Jahr 1899 die Einrichtung Freistatt als Betheler Zweiganstalt im Wietingsmoor gegründet. Das Wietingsmoor ist ein Moorgebiet im niedersächsischen Landkreis Diepholz.

Man wurde zur Arbeit verpflichtet und der Teilnahme an Gottesdiensten. Die Kinder und Jugendlichen mussten im Moor schwere körperliche Arbeit verrichten, den Torf abbauen, den Torf stechen. Dieser Torf wurde unter anderem als minderwertiger Brennstoff, im Gartenbau, der Herstellung von Textilfasern und in der Medizin verwendet.

Aus ganz Deutschland kamen Jugendliche in diese Einrichtung, diese in bis zu sechs Heimen untergebracht waren. Freistatt galt als eines der strengsten Heime Deutschlands. Für viele prägte sich der Begriff „Endstation.“ Für die Heiminsassen der pure Horror, schwere körperliche Arbeit, Schläge, Demütigungen und Gewalt beherrschten das Alltagsleben. Eine letzte aktenkundige Prügelstrafe, einer Züchtigung, geschah im Jahr 1973.

Auch Wolfgang Rosenkötter wurde 1961 für 15 Monate in Freistatt eingewiesen. Seine Erfahrungen sind auch Gegenstand der 2006 erschienen Buchdokumentation „Schläge des Herrn. Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik.“ von Peter Wensierski. Hier werden Schicksale von Heimkindern der 1950er bis 1970er Jahre aufgegriffen.

In Freistatt gab es keine Bildung, keinen Unterricht, von Zuneigung keine Spur – arbeiten und gehorchen. Immer wieder kam es zu Schlägen und Demütigungen durch die „Erzieher“ oder „Hausväter.“ Selbst unter den Heiminsassen kam es zur Gewalt, zu gewissen Rangkämpfen. Viele wurden dadurch für ihr ganzes Leben traumatisiert. Im Namen Christi wurden hier Seelen gebrochen.

Die „Hausväter“ waren ohne jegliche pädagogische Ausbildung. Sie waren einfach nur Aufseher. In den 1950er Jahren waren bis zu 500 Jugendliche in den sechs Heimen eingesperrt.  Obwohl man zwischenzeitlich die Prügelstrafe abgeschafft hatte, kam es vor das mit der Hand zugelangt wurde. So gab es auch Kollektivstrafen, ganze Gruppen wurden bestraft.

Die Jugendlichen waren billige Arbeitskräfte, die man ausgebeutet hat. Heute ist das Wietingsmoor Naturschutzgebiet. Peter Wensierski sagt; „Ich bin da wohl auf das größte Unrecht an Kindern und Jugendlichen gestoßen, was es nach dem Krieg in Westdeutschland gegeben hat. Direkt vor unserer Haustür, das spottet jeder Beschreibung.“

 


Der längste Tag

Der längste Tag ist nicht nur der Titel des Films, sondern auch eine häufig verwendete Bezeichnung für den D-Day, der Landung der Alliierten in der Normandie im Jahr 1944, während des Zweiten Weltkriegs.

Als Vorlage für dieses Kriegsdrama diente das Buch „The Longest Day“ aus dem Jahr 1959 von Cornelius Ryan (1920-1976). Das Buch beruht auf Erzählungen von Zeitzeugen, amerikanischer, kanadischer, britischer, französischer und deutscher Offiziere, sowie auch einigen Zivilisten. Somit ist dieses Buch ein Tatsachenbericht. Unter dem Decknamen Overlord, kam es zur Landung der Westalliierten, in der Normandie im Norden Frankreichs. Der D-Day ist Tag der Landung, der erste Tag, bei dem die Alliierten auf starkes Verteidigungsfeuer der Deutschen trafen. Für die Alliierten blieb der Nachschub aus, was in einem endlosen Tag endete.

Generalfeldmarschall Erwin Rommel sagte zu einem Offizier; „Glauben sie mir, die ersten 24 Stunden der Invasion sind die entscheidenden, von ihnen hängt das Schicksal Deutschlands ab… Für die Alliierten und für Deutschland wird es der längste Tag sein.“ Die Operation Deadstick war der Deckname für die Luftlandetruppen der britischen Armee, die am 6. Juni 1944 im Rahmen der Landung in der Normandie stattfand. Es folgte ein Überraschungsangriff, ein Coup de main. Die Horsa-Brücke galt es zu erobern.

Die Landung selbst lief unter dem Decknamen Operation Neptune. Dies war der Wendepunkt des Krieges, die Deutschen konnten ihre Stellungen nicht halten. Die Alliierten landeten und überrannten die Deutschen mit einer geballten Streitmacht. Für die deutsche Heeresführung, selbst für Hitler, kam dieser Angriff so überraschend, dass man anfangs von einem Täuschungsmanöver der Alliierten ausgegangen war.

Etwa 150.000 Soldaten, darunter Amerikaner, Briten und Kanadier landeten am 6. Juni 1944 in der Normandie. Die Deutschen hatten diesen Teil der französischen Küste zu einer Festung ausgebaut. Es folgte ein Angriff auf 100 Kilometern dieser Küste. Mehr als 1.000 Kriegsschiffe, über 3.500 Landungsboote und 7.500 Flugzeuge der Alliierten brachen die deutschen Stellungen auseinander. Somit war es den Alliierten gelungen bis Paris vorzudringen und man die Stadt am 25. August 1944 befreien konnte.

 


Sergeant Rex

Gezeigt wird die Geschichte der ehemaligen Soldatin Megan Leavey, Corporal der US-Marines und ihrem Schäferhund Rex, die mit ihren Einsätzen im Irak-Krieg vielen Menschen das Leben retteten. Die New Yorkerin Megan Leayey trat 2003 den Marines bei. Für ihren Einsatz, besonderem Mut in Kampfsituationen, wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Megan Leavey wurde am 28. Oktober 1983 geboren und wuchs in Valley Cottage, New York, auf. Mit 19 Jahren trat sie den Marines bei und war im Marine Corps Base Camp Pendleton, Kalifornien, stationiert. Hier traf sie auch auf ihren späteren Diensthund Rex, einem deutschen Schäferhund mit der Dienstnummer E168, der ausgebildet wurde, um Sprengstoff aufzuspüren.

Gemeinsam absolvierten sie zwei Einsätze im Irak, 2005 in der irakischen Stadt Falludscha, in der Provinz al-Anbar und ein Jahr darauf in Ramadi. In Ramadi wurden beide verwundet, als ein improvisierter Sprengkörper explodierte. Diese Bomben wurden während des Irak-Kriegs sehr häufig verwendet und gegen die amerikanischen Streitkräfte eingesetzt. Bis Ende 2007 waren diese Sprengkörper für 63 Prozent der Todesfälle im Irak verantwortlich.

Ihr Hund Rex war in der Lage, Sprengstoff und Sprengkörper aufzuspüren. Nachdem er den Sprengstoff erschnüffelt hatte, legte sich Rex hin und Megan Leavey rief die Sprengstoffexperten, um diesen zu entschärfen. Nach der Explosion in Ramadi hatten er und Megan Leayey einige Verletzungen davongetragen. Rex war immer für sie da und hat ihr mehrfach das Leben gerettet. Der 11-jährige Schäferhund war für sie mehr als nur ein Diensthund. Beide haben einander vertraut und harte Zeiten durchgemacht. Beide als Team absolvierten Hunderte Einsätze.

Sie fragte ihren Vorgesetzten ob sie Rex mit nach Hause nehmen dürfe, sie wollte ihn adoptieren. Man sagte ihr das dies nicht möglich sei, der Hund stehe noch immer im Dienst. Der Abschied fiel ihr schwer und sie weinte. Megan Leavey ging zurück ins zivile Leben und litt an Depressionen. Man diagnostizierte eine Posttraumatische Belastungsstörung, woraufhin sie sich in Behandlung begab.

Erst im Jahr 2012 waren beide wiedervereint, sie durfte Rex adoptieren. Ermöglicht hatte dies der Senator Charles Schumer. Rex starb am 22. Dezember 2012. Megan Leayey wurde mit dem Purple Heart und der Navy and Marine Corps Achievement Medal ausgezeichnet, außerdem der Medaille Valor Device, für ihren Heldentum im Kampf.