Begnadete Hände – Die Ben Carson Story (Gifted Hands: The Ben Carson Story) – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2009.

Veröffentlicht: 15. Dezember 2015 in True Story
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Begnadete Hände

Der Film beruht auf dem Leben des Neurochirurgen Ben Carson, insbesondere zeigt er seine Lebensgeschichte von 1961 bis 1987.

Bekannt wurde Ben Carson als Neurochirurg bei der Trennung von siamesischen Zwillingen. Die erste Operation, eine Trennung siamesischer Zwillinge, führte er 1987 am Johns Hopkins Hospital durch, eines der besten Krankenhäuser der Vereinigten Staaten. Die siamesischen Zwillinge waren Patrick und Benjamin Binder aus Deutschland, genauer aus Ulm. Beide waren an der Rückseite des Kopfes zusammengewachsen. Diese Operation wurde vorher wochenlang an Puppen geprobt.
Die Trennung verlief erfolgreich, jedoch blieb eine Behinderung der beiden Kinder da sie schwerste Hirnschäden davon trugen.

Nie zuvor hatten beide derart am Kopf zusammengewachsene siamesische Zwillinge überlebt. Carson wagte diesen Eingriff, mit Erfolg, zumindest überlebten beide. Diese Trennung galt als Meilenstein und wurde fortan weiterentwickelt.
Benjamin Solomon „Ben“ Carson wurde am 18. September 1951 in Detroit, Michigan, geboren. Als er 8 Jahre alt war, trennten sich seine Eltern. Er und sein Bruder Curtis blieben bei der Mutter, die als Hausangestellte arbeitete. Die Familie war arm und auf staatliche Hilfen angewiesen.

In seinem Buch berichtet Carson das er in seiner Jugend ein heftiges Temperament besaß. Als es zu einem Streit mit seiner Mutter gekommen war, über ein belangloses Kleidungsstück, nahm er einen Hammer in die Hand den er gegen seine Mutter richtete. In der 9. Klasse kam es zu einem Streit mit einem Mitschüler, wobei er auf ihn einstach, glücklicherweise brach die Messerklinge an der Gürtelschnalle. Er wusste das er sich ändern muss und begann damit Bücher zu lesen. Im Unterricht galt er als schwacher Schüler, auch das wollte er ändern. Seine Mutter schickte ihn regelmäßig in die Bibliothek.

1973 absolvierte er ein Psychologie-Studium an der University of Michigan, einer medizinischen Fakultät. Danach kam er zum Johns Hopkins Hospital wo er als Assistenzarzt der Neurochirurgie ausgebildet wurde.
1984 war er bereits Chefarzt in dieser Klinik. Hier war er als Chirurg tätig und spezialisierte sich auf Gehirnverletzungen, neurologische Erkrankungen und Epilepsie. Durch seine Fähigkeiten, seiner Auge-Hand-Koordination, wurde aus ihm ein begandeter Chirurg.

1987 stand ihm nun die Operation der Binder-Zwillinge bevor. Es wurden Vorbereitungen getroffen und ein 70-köpfiges Team stand ihm zur Seite. Man musste mit dem schlimmsten rechnen, dem Tod. Für diese Operation hatte man maximal eine Stunde Zeit. Die Herzen mussten zum Stillstand gebracht werden, das Blut wurde völlig abgesaugt und die Körpertemperatur auf 20 Grad Celsius gesenkt.
Nach dieser Trennung operierte er noch weitere siamesische Zwillinge, Operationen die mit einem sehr hohen Risiko verbunden waren.
2004 leitete er die Trennungsoperation von Lea und Tabea Block aus Lemgo. Tabea starb bei dieser 30-stündigen Operation. Lea kann eingeschränkt ein normales Leben führen.

Ben Carson gilt vielen schwarzen Jugendlichen als Vorbild. Afroamerikanische Eltern kaufen ihren Kindern seine Biografie um ihnen zu zeigen das auch sie es schaffen können.
Im März 2013 beendete er seine chirurgische Karriere und ging in den Ruhestand. Er widmet sich der Politik und ist Kandidat der Republikanischen Partei um bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016 anzutreten.

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