Heat – amerikanisches Drama, Thriller aus dem Jahr 1995.

Veröffentlicht: 1. November 2016 in True Story, Wahre Geschichte
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Der Thriller beruht auf der wahren Geschichte realer Personen, zum einen des Chicagoer Polizisten Chuck Adamson (im Film Al Pacino) und seinem Gegenüber, des Kriminellen Neil McCauley (Robert De Niro). Zudem der Kriminelle und ehemalige Sträfling Edward Bunker (John Voight).

Zwischen den beiden kam es zu einer Konfrontation. Der damalige Polizist Chuck Adamson machte im Jahr 1963 Jagd auf Neil McCauley und erschoss ihn später in Chicago. Neil McCauley war ein Schwerverbrecher der auf Alcatraz eine Haftstrafe verbüßt hatte. McCauley wurde 1961 von Alcatraz in die Haftanstalt McNeil Island Corrections Center verlegt. 1962 wurde er dort entlassen und begann einen Raubüberfall zu planen. Detectiv Chuck Adamson wusste das er und seine Bande wieder aktiv geworden waren. Beide trafen sich zufällig in einem Restaurant, wie auch im Film zu sehen, auf eine Tasse Kaffee. Wenn sie sich das nächste Mal begegnen, würden die Waffen für sie sprechen.

Am 25. März 1964 folgten McCauley und seine Männer einem Geldtransporter, dieser zu einem Lebensmittelgeschäft unterwegs war. Drei der Räuber betraten den Laden, bedrohten die Angestellten mit Waffen und klauten das Geld, bzw. die Geldtaschen, im Wert von 10.000 Dollar. Während die Polizei Schüsse abfeuerte, rasten die Räuber davon. Ihnen war jedoch nicht bewusst das die Polizei, darunter Chuck Adamson und acht weitere Beamte, alle möglichen Fluchtwege bereits blockiert hatten.

Die Räuber rasten förmlich in eine Falle und mussten erkennen das eine weitere Flucht unmöglich war. Die vier Räuber verließen ihr Auto und eröffneten das Feuer. Zwei der Täter, Breaden und Parille, wurden von der Polizei getötet. Ein dritter Räuber namens Polesti konnte entkommen. McCauley erwischte es ein paar Straßen weiter, wo er auf dem Grundstück eines Hauses erschossen wurde. Der 50-Jährige hatte eine Vielzahl von Überfällen und Einbrüchen begangen. Polesti wurde gefasst und verurteilt.

Charles Fredrick „Chuck“ Adamson (1936-2008) war Polizist, später TV-Produzent, Schauspieler und Drehbuchautor. Der im Film gezeigte Fall während seiner Laufbahn als Detectiv ist einer seiner bekanntesten Fälle. Er traf 1963 auf McCauley in einem Restaurant und beide plauderten. McCauley hatte bereits einige Jahre in Haft verbüßt und war nicht gewillt seine Karriere als Berufsverbrecher zu beenden. Ihr Gespräch ist im Film fast identisch wie die Konversation im Jahr 1963. Drehbuchautor, Regisseur und Koproduzent Michael Mann hat dieses Gespräch so übernommen, nachdem ihm Chuck Adamson davon berichtet hatte. Beide kannten sich und waren befreundet. Chuck Adamson verstarb 2008 im Alter von 71 Jahren.

Neil McCauley verließ 1928 im Alter von 14 Jahren, nach dem Tod seines Vaters, die Schule um Arbeit zu finden, um seine Mutter und die fünf Geschwister finanziell unterstützen zu können. Die Familie zog später nach Chicago, die Mutter verfiel dem Alkohol und es war gleichzeitig der Beginn seiner kriminellen Karriere. Mit 20 Jahren hatte er bereits einige Haftstrafen wegen Diebstahl verbüßt.

Edward Heward Bunker (1933-2005) begann schon recht früh mit seiner kriminellen Laufbahn. Er war mehrfach inhaftiert und wurde wegen Bankraub, Drogenhandel, Erpressung, bewaffneter Raub und Fälschungen für schuldig befunden. Als man ihn 1975 aus dem Gefängnis entlassen hatte, beschloss er seine kriminelle Vergangenheit hinter sich zu lassen und er konzentrierte sich auf seine Karriere als Schriftsteller und Schauspieler. Er schrieb zudem Drehbücher zu den Filmen; „Straight Time“ (1978), „Runaway Train“ (1985) und „Animal Factory“ (2000).

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Kommentare
  1. […] gehört mit Heat (1995) auch einer meiner Lieblingsfilme, bei dem ich jetzt keinen realen Bezug erwartet hätte. […]

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