Comtesse des Grauens (Countess Dracula) – britischer Horrorfilm aus dem Jahr 1971.

Veröffentlicht: 28. Dezember 2016 in True Story, Wahre Geschichte
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Der Horrorfilm erzählt die Geschichte der ungarischen Gräfin und angeblichen Serienmörderin Elisabeth Bathory, die als Blutgräfin in die Geschichte einging. Es heißt sie habe 80 oder mehrere hundert Mädchen getötet.

Laut den Prozessunterlagen habe sie viele dieser Mädchen auf ihre Burg gelockt, um sie mit Hilfe ihrer Bediensteten nackt durch Fesseln, Schlägen, Schnitten, Stichen, Verbrennungen und Messerstichen zu foltern. Misshandlungen bei dem es auch zu Ohrfeigen kam oder dem Übergießen mit Wasser bei frostigen Temperaturen. Zudem belegen die Prozessakten das Graf Georg Thurzo nach dem Betreten der Burg Čachtice mehrere Mädchenleichen gefunden habe.

Elisabeth Bathory (1560-1614) entstammt aus einer adligen Familie die in Ungarn mehrere Burgen besaß. Es war eine der mächtigsten, reichsten und einflussreichsten Familien Ungarns. Ihr Vater Georg Bathory von Ecsed und ihre Mutter Anna hatten vier Kinder, Elisabeth, ihr älterer Bruder Stefan und die beiden jüngeren Schwestern Sofia und Klara. Elisabeth lernte Latein, Deutsch und Griechisch. Mit 11 Jahren wurde sie mit dem 16-Jährigen Franz Nadarsdy verlobt und 1575 wurde das Paar vermählt. Sie selbst litt an epileptischen Anfällen, einer ihrer Onkel war ein bekannter Satanist. Ihr Bruder Stefan galt als Trinker und Wüstling und eine ihrer Tanten liebte die sexuellen Abenteuer.

Ihr Ehemann kam ebenfalls aus einer adligen Familie. Er galt als grausamer Krieger der es mochte Gefangene zu foltern. Das frisch vermählte Paar zog auf den Familienbesitz von Nadarsdy, in das einsame Hügelland des nordwestlichen Ungarns. Es war die Burg Čachtice, sie organisierte und kümmerte sich um den Haushalt, während ihr Mann im Krieg gegen die Osmanen kämpfte. 1585 kam Tochter Anna zur Welt, 1586 und 1594 wurden Ursula und Andreas geboren, die beide verstarben. Kurz darauf wurde Katharina geboren und 1598 erblickte ihr Sohn Paul das Licht der Welt, dieser gleichzeitig Haupterbe des Paares wurde.

Am 4. Januar 1604 starb ihr Ehemann nachdem er zuvor erkrankt war. Nun war sie Erbin des gesamten Vermögens. Ein Jahr darauf stirbt ihr Bruder. Nachdem sie selbst ihren Bruder beerbt hatte, besaß sie sämtliche Reichtümer, unzählige Burgen, und vor allem Macht.

Im Jahre 1610 bekam Graf Thurzo von Bethlenfalva, ein Vetter der Gräfin, vom König Mathias II. von Ungarn, den Befehl ihre die Burg zu durchsuchen. Die Gräfin stand unter Verdacht mehrere ihrer Bediensteten getötet zu haben. Somit stellte man sie 1611 unter Hausarrest. Es kam zu einem Prozess dem sie selbst nicht beiwohnen durfte. Mehrere Zeugen bestätigten das sie junge Mädchen, meist nicht älter als 14 Jahre, auf ihre Burg gelockt, gefoltert und später getötet haben soll. Sie fühlte sich gelangweilt, so wurden aus den Spielen mit den Mädchen bizarre Rituale. Erst nach dem Tod ihres Mannes verwirklichte sie ihre gewalttätigen, sexuellen Lüste und Phantasien, Grausamkeiten ungeheuren Ausmaßes.

Ihre Amme war die einzige die sie nicht belastet hat. Sämtliche Zeugenaussagen wurden unter Folter erzwungen. Selbst diese Zeugen wurden hingerichtet. Elisabeth Bathory starb am 14. August 1614 in ihrem Gefängnis, in dem man sie eingemauert hatte, wo man nur eine kleine Öffnung ließ um sie mit dem Nötigen zu versorgen.

Historiker meinen das sie ihre Untergebenen tatsächlich grausam behandelte. Dies war damals nichts Ungewöhnliches und somit auch keine Seltenheit. Ihr Prozess hingegen gilt als fragwürdig. König Mathias II. wollte sie vermutlich aus dem Weg räumen, das sie mächtiger war als er selbst als König. Somit entstand eine Legende über eine blutrünstige Gräfin, vermutlich nur eine politische Intrige. Dennoch sagt man das sie nicht ganz unschuldig sei.

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