Am Ende des Weges (Get Low) – amerikanisches Drama aus dem Jahr 2009.

Veröffentlicht: 16. Juli 2017 in True Story, Wahre Geschichte
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Am Ende des Weges

Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit die sich 1938 in Roane County, Tennessee, zugetragen hat. Es ist die außergewöhnliche Geschichte von Felix Bushaloo „Uncle Bush“ Breazeale (1864-1943).

Es ist Herbst 1937, Onkel Bush ist 73 Jahre alt, als er sich an jenem Tag mit einem örtlichen Geschäftsmann unterhält. Dieser fragte ihn, was er denn mit dem Walnussbaum, der auf dem Grundstück von Onkel Bush stand, vorhabe. Onkel Bush antwortete; „Tja, machen wir meinen Sarg aus diesem Holz.“ Beide redeten über den Tod, dem Sterben, Beerdigungen und Bestattungsunternehmen. Während ihrer Unterhaltung sagte der Geschäftsmann; „Ist es nicht eine Schande, dass wir nie erfahren werden, was man während unserer Bestattung über uns sagt?“

Beide waren vertieft in ihr Gespräch und kamen zu dem Schluss, dass die Feierlichkeiten einer Bestattung stattfinden müsse wenn man noch am Leben ist. Onkel Bush hielt dies für eine tolle Idee und wollte nun seine Beerdigung, sobald er den Walnussbaum gefällt und dessen Holz zu einem Sarg verarbeitet hat. Je mehr er an seinem Sarg arbeitete, desto entschlossener wurde er. Er war schon ganz gespannt auf die Grabrede, was man wohl über ihn sagen wird.

Im Sommer 1938, drei Tage vor seinem 74. Geburtstag, war es dann soweit. In der Zeitung The Roane County Banner wurden Danksagungen veröffentlicht. Die Zeitung berichtete auch über das Begräbnis. Unzählige Menschen versammelten sich um die Cave Creek Baptist Church. Der Pfarrer E. Jackson hatte seine Grabrede vorbereitet. Dieser war zunächst skeptisch und lehnte das Vorhaben ab, änderte jedoch seine Meinung. Roane County hatte noch nie so viele Menschen gesehen. Man schätzt das sich etwa 12.000 Menschen versammelt hatten. Onkel Bush’s Vorhaben verzögerte sich um 40 Minuten.

Endlich erschien der Leichenwagen mit dem selbst gezimmerten Sarg aus dem Holz des Walnussbaumes. Onkel Bush saß auf dem Vordersitz. Alle wollten ihn sehen, es herrschte ein riesiges Gedränge, man hatte Mühe hindurch zu fahren. Der Pfarrer begann mit seiner Rede und lobte Mr. Breazeale als einen vorbildlichen Bürger und das er seit 30 Jahren Mitglied der Kirche sei. Die Menschen drängten um alles zu sehen und zu hören. Eine Frau wurde ohnmächtig. Mehrere Stände hatte man aufgebaut um Sandwiches und Getränke zu verteilen.

So hatte Onkel Bush seine Bestattung und er hörte was man über ihn sagte. Am Ende der Beerdigung drängen die Menschen abermals, alle wollten ihm die Hand schütteln. Man wünschte ihm noch viele Jahre seines Lebens. Über seine Rede sagte er, es war die schönste die er je gehört habe. Er hatte mit so vielen Menschen nicht gerechnet, die Bestattung sollte nie zu einem Großereignis werden. Danach ging er wieder allein zu seinem Zuhause.

Felix Bush wurde 1864 in Roane County geboren und wuchs hier auf. Er war nie verheiratet. Die Frau die er wollte, zeigte kein Interesse an ihm, und er wollte nicht die, die er hätte haben können. Sein stetiger Begleiter war ein altes Maultier. Onkel Bush wurde im Jahr 1891 wegen Mordes angeklagt und letztlich freigesprochen. Er verbrachte einige Monate in Haft, da er die Kaution von 5.000 Dollar nicht aufbringen konnte. Der stellvertretende Sheriff James C. Breckinridge wurde ermordet. Es gab nicht genügend Beweise um Onkel Bush für diesen Mord verantwortlich zu machen. Es blieben mehr Fragen als Antworten. Onkel Bush wollte die Tatsachen klarstellen, doch das Thema wurde nicht in seiner Grabrede erwähnt.

Am 9. Februar 1943 starb Onkel Bush im Alter von 79 Jahren. Seine richtige Bestattung sollte ganz still und heimlich stattfinden. Man hatte dennoch eine kleine Feier organisiert.

Quelle und Bilder; http://www.clanbreazeale.com/UncleBush/

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