Quills – Macht der Besessenheit – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2000.

Veröffentlicht: 22. Juli 2017 in True Story, Wahre Geschichte
Schlagwörter:, ,

Quills - Macht der Besessenheit

Der Film zeigt die letzten Lebensjahre des Marquis de Sade in der Irrenanstalt Charenton in Frankreich. Donatien Alphonse François, Marquis de Sade (1740-1814), war ein französischer Aristokrat, Revolutionär, Philosoph und Schriftsteller. Ein Adeliger aus dem Haus Sade, einer Grafenfamilie aus der Provence.

Bekannt wurde er durch seine pornografischen, kirchenfeindlichen und philosophischen Romane, die er während seiner verschiedenen Gefängnisaufenthalte schrieb. Von dem Namen Sade sind die Begriffe Sadist und Sadismus abgeleitet. Literatur sowie Kunst wurden durch seine Werke beeinflusst. Seine Werke umfassen Romane. Kurzgeschichten, Dialoge und politische Traktate. Die erotischen Werke in denen er über Pornographie schreibt, sind kombiniert mit sexuellen Fantasien, Gewalt, Kriminalität und Lästerung gegen das Christentum.

Marquis de Sade verbrachte etwa 32 Jahre seines Lebens in verschiedenen Haftanstalten und in einer Irrenanstalt, davon 11 Jahre in Paris, fast die gesamte Zeit im bekannten Staatsgefängnis Bastille, einen Monat in der Conciergerie, zwei Jahre in einer Festung, ein Jahr im Kloster Madellonnettes, drei Jahre im Hospital Bicêtre, ein Jahr im Gefängnis Sainte-Pélagie und zuletzt 12 Jahre in der Psychiatrischen Klinik Charenton. In Charenton hatte er eine sexuelle Beziehung zu der 14-jährigen Madeleine LeClerc, die Tochter eines Angestellten. Diese dauerte vier Jahre, bis zu seinem Tod 1814.

Mit 14 Jahren wurde Donatien Alphonse François de Sade Offiziersanwärter, diente zwei Jahre im Siebenjährigen Krieg und erhielt mehrfach Auszeichnungen und Beförderungen. 1763 kam es zur Eheschließung mit Renée-Pélagie. Aus dieser Ehe stammen zwei Söhne und eine Tochter.

Donatien Alphonse François de Sade galt als Wüstling, führte ein skandalöses Leben und hielt sich Prostituierte, beiden Geschlechts, in seinem Schloss in Lacoste. Ihm warf man auch Blasphemie vor, einem schweren Vergehen zu jener Zeit. Zudem hatte er ein Verhältnis mit seiner Schwägerin. Es kam zu sexuellen Übergriffen, Vergewaltigungen, bis hin zu Folterungen, Orgien und Handlungen der Gotteslästerung.

1768 traf er auf die Bettlerin Rose Keller. Er bot ihr Arbeit und sie glaubte als Haushälterin etwas verdienen zu können. In seinem Schloss riss er ihr die Kleider vom Leib und fesselte sie an Armen und Beinen. Danach peitschte er sie aus, ritzte ihren Körper, schlug sie und schüttete heißen Wachs über ihren Körper. Sie konnte sich befreien und entkam ihrem Peiniger. Daraufhin wurde er verhaftet. Sie klagte nicht, da er ihr Geld gegeben hatte.

1772 habe er zwei Prostituierte mit einem Aphrodisiakum gefügig machen wollen. Er floh nach Italien um sich dem Prozess zu entziehen. Mehrere Prostituierte hatten sich über seine sexuellen Vorlieben und Misshandlungen beschwert. 1777 kehrte er nach Paris zurück, wurde verhaftet und kam ohne weiteren Prozess ins Gefängnis. Seine reichlichen Vergehen brachten ihm eine Haftstrafe. So wurden nach einem Fluchtversuch und einigen Verlegungen fast 32 Jahre daraus.

In den Gefängniszellen entstanden seine Werke. Inspiration waren seine eigenen Gräueltaten. Zu den bekanntesten Werken zählen „Die 120 Tage von Sodom“, Justine oder vom Missgeschick der Tugend“ und „Juliette“. Marquis de Sade verstarb am 2. Dezember 1814 in der Psychiatrischen Klinik Charenton.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s