Das schnelle Geld – Die Nick Leeson Story (Rogue Trader) – britisches Drama, Thriller aus dem Jahr 1999.

Veröffentlicht: 28. Juli 2017 in True Story, Wahre Geschichte
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Rogue Trader

Gezeigt wird die Geschichte von Nick Leeson, seinen Börsengeschäften und der dadurch ausgelösten Insolvenz der britischen Investmentbank, der Barings Bank.

Riskante und unerlaubte Zins-und Indexspekulationen des Derivatehändlers Nick Leeson in Singapur, führten am 26. Februar 1995 zum Bankrott der Barings Bank, die dadurch einen Verlust von 1,4 Milliarden US-Dollar zu verbuchen hatte. Die Barings Bank war eine der ältesten Investmentbanken Großbritanniens.

Nick Leeson schrieb das Buch; „Rogue Trader: How I Brought Down Barings Bank and Shook the Financial World“, dieses als Vorlage für den Film diente. Für die durch ihn herbeigeführte Insolvenz musste sich Nick Leeson verantworten und wurde mit vier Jahren Haft bestraft.

Nicholas „Nick“ Leeson wurde am 25. Februar 1967 im englischen Watford, Hertfordshire, geboren. Nach Abschluss der Schule 1985 arbeitete er für die Privatbank Coutts. Danach war er für das Finanzdienstleistungsunternehmen Morgan Stanley tätig, bevor er später 1989 zur Barings Bank wechselte. 1992 wurde Nick Leeson zum General Manager befördert und nach Singapur versetzt, wo er an der Börse Singapur International Monetary Exchange tätig war.

Er war gleichzeitig Händler und Kontrolleur seiner eigenen Geschäfte. 1993 begannen seine unautorisierten Spekulationen. Als Börsenhändler feierte er zunächst einige Erfolge. Seine zum Teil unerfahrenen Mitarbeiter machten jedoch auch Fehler, was zu Verlusten führte und er diese auf einem geheimen Konto der Barings Bank verbuchte. Da sein Arbeitgeber nichts davon wusste, sah man nur die enormen Gewinne und Überschüsse. Diese Verluste und Fehlbeträge kannte nur er, diese sich bis 1994 auf 50 Millionen britische Pfund beliefen.

Die Verluste versuchte er abzufedern, immer mehr riskante Spekulationen folgten. Für ihn auch ein gewisser Stress, wodurch er dem Alkohol verfiel und durch seine Pöbeleien Aufmerksamkeit erregte. 1995 gab es bereits einen Fehlbetrag von etwa 400 Millionen britische Pfund. Der japanische Aktienindex Nikkei fiel aufgrund des Erdbebens von Kobe 1995 um über tausend Punkte. Nick Leeson hatte hohe Summen auf dem Nikkei investiert.

Dies führte zum Ende der Barings Bank, plus den vorherigen Verlusten. Insgesamt 1,4 Milliarden US-Dollar trieben die Bank in den Bankrott. Er hatte mit viel Risiko spekuliert, setzte alles auf eine Karte, doch diese Verluste konnte die Bank nicht verkraften. Nick Leeson floh von Singapur und landete schließlich in Frankfurt am Main. Hier wurde er am 2. März 1995 verhaftet, nach Singapur ausgeliefert und zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Seine Frau durfte nach England reisen. Sie ließ sich scheiden. Nach vier Jahren Haft wurde er vorzeitig entlassen. Heute lebt Nick Leeson in Irland und ist erneut verheiratet.

 

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