More Than Just a Game – südafrikanisches Dokudrama aus dem Jahr 2007.

Veröffentlicht: 12. Oktober 2017 in True Story, Wahre Geschichte
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more than just a game

Das Dokudrama zeigt, wie politische Gefangene auf Robben Island, einer Insel in Südafrika, die Makana Football Association, kurz Makana FA, gründeten.

Dies war ein Fußballverband mit eigenem Ligaspielbetrieb. Alles wurde von den Gefangenen organisiert, die während der Apartheid auf der Gefängnisinsel inhaftiert waren. 1966 kam es zur Gründung und man spielte nach den Regeln der FIFA. Anfangs war es nicht erlaubt, von der Gefängnisverwaltung war es untersagt Fußball zu spielen. Im Dezember 1964 fanden sich einige Inhaftierte zusammen und fragten die Gefängnisverwaltung, ob man jeden Samstag Fußball spielen dürfe.

More Than Just a Game, mehr als nur ein Spiel, besagt, das es für die Gefangenen nicht nur um sportliche Betätigungen ging, sondern man wollte auch Abwechslung, um das triste Gefängnisleben etwas erträglicher zu machen. Durch Zufall sind sie zum Fußball gekommen, man diskutierte und alle waren sich einig, alle mögen den Fußball. In ihrer Freizeit wollten sie alle nur eins, Fußball spielen.

Man wählte einen Verantwortlichen. Ihre ersten Anfragen wurden stets abgelehnt. Ihre Beharrlichkeit zahlte sich am Ende aus, ihr Vorhaben wurde genehmigt. Schnell haben sie gelernt sich selbst zu organisieren. Schließlich wurden sie von der Gefängnisleitung unterstützt und bekamen angemessene sportliche Ausrüstung. Ein Spielfeld wurde angelegt, alles nach dem Regelwerk der FIFA.

Die Häftlinge waren unterschiedlichster Herkunft, dennoch verstanden sie sich, konnten ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und man diskutierte in einer anständigen Art und Weise. Dies erkannte auch die Gefängnisleitung, jeder einzelne Beamte merkte schnell das ihnen der Fußball viel bedeutet und auch gut tut.

Die Football Association lief mit drei Ligen. Im Wettbewerb standen neun Mannschaften mit ihren Teams. Über die Hälfte der Insassen hatte sich daran beteiligt. Selbst verschiedenste politische Ansichten wurden dabei ausgeblendet. Zum einen gab es die Anhänger der ANC, der sozialdemokratischen Partei Südafrikas und die Befürworter der PAC, einer schwarz-nationalistischen Partei.

Der Makana FA wurde die Ehrenmitgliedschaft der FIFA verliehen. Der Fußball war für die Insassen ein Ventil. Es war ihre Leidenschaft und durch ihr Engagement wurde schöner und disziplinierter Fußball gespielt. Zu den prominentesten Beteiligten zählte der heutige Staatspräsident von Südafrika, Jacob Zuma, der als Schiedsrichter seinen Beitrag leistete.

An der Organisation waren auch der heutige Politiker und Aktivist Steve Tshwete, der Richter am Verfassungsgericht Dikgang Moseneke und der Politiker und Geschäftsmann Tokyo Sexwale beteiligt. Eine kleine Gruppe von Häftlingen wurde am Fußballgeschehen ausgeschlossen, darunter auch Nelson Mandela. Die Makana Football Association bestand bis 1991. Es war das Ende der Apartheid und das Hochsicherheitsgefängnis für politische Gefangen wurde aufgelöst.

 

 

 

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