Wings of Freedom

Gezeigt wird die wahre Geschichte von Eric Liddell (1902-1945), einem schottischen Leichtathleten und Missionar, der 1924 Olympiasieger über 400 Meter wurde.

Eric Liddell wurde am 16. Januar 1902 als Sohn schottischer Missionare in China geboren. Bis zu seinem fünften Lebensjahr besuchte er eine Schule in China. Im Alter von sechs Jahren besuchten er und sein achtjähriger Bruder Robert das Eltham College, ein Internat im Süden Londons.

Später besucht er die Universität von Edinburgh. Während dieser Zeit an der Universität wurde Eric Liddell als schnellster Läufer Schottlands bekannt. Leichtathletik und Rugby spielten eine große Rolle für ihn. Er und sein Bruder studierten Wissenschaftstheorie.

1923 gewann Eric Liddell die Meisterschaften der Leichtathletik. Seine Eltern und die jüngere Schwester, die in China lebten, kamen nur zwei- oder dreimal auf Heimaturlaub. Er stellte mehrere Rekorde auf, was ihm den Namen Flying Scotsman einbrachte.

1924 nahm Eric Liddell an den Olympischen Sommerspielen in Paris teil. Er weigerte sich die 100 Meter zu laufen, da diese an einem Sonntag ausgetragen werden sollten. Stattdessen entschied er sich für die 400 Meter, wo er als Sieger hervorging.

1925 kehrt er nach China zurück um hier als Missionslehrer zu arbeiten. Er nutzte seine sportlichen Erfahrungen um sie als Missionar den Kindern beizubringen. Sein Bruder war Arzt in einer der Missionarsstationen. Außer seinen beiden Reisen nach Schottland, um hier den Urlaub zu verbringen, blieb er bis zu seinem Tod 1945 in einem zivilen japanischen Internierungslager in China. 1932 wird er zum Pfarrer geweiht. Zwei Jahre darauf heiratet er die kanadische Missionarin Florence Mackenzie und das Paar bekommt drei Töchter, Patricia, Heather und Maureen.

Nachdem 1937 der zweite Japanisch-Chinesische Krieg ausbrach, wurde die Lage für Ausländer in China immer angespannter und gefährlicher. Die britische Regierung riet ihren Bürgern das Land zu verlassen. Eric Liddell blieb in China. Seine Frau und die drei Töchter verließen das Land und gingen nach Kanada. 1943 wurde er von den Japanern interniert.

Man brachte ihn in das Internierungslager Weixian. Hier starb Eric Liddell am 21. Februar 1945 im Alter von 43 Jahren an einem Hirntumor. In seinem letzten Brief an seine Frau, den er einen Tag vor seinem Tod geschrieben hatte, erwähnt er einen Nervenzusammenbruch, aufgrund von Überarbeitung. Tatsächlich starb er an einem Hirntumor. Übermüdung und Mangelernährung haben möglicherweise zu seinem Tod beigetragen. Nur fünf Monate später wird das Lager befreit.

 

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Shackleton

Der Zweiteiler erzählt die wahre Geschichte der Antarktis-Expedition in den Jahren 1914 bis 1917, diese unter der Leitung von Ernest Shackleton (1874-1922) stand. Eine der herausragendsten Leistungen in der Geschichte der Seefahrt.

Die Endurance-Expedition hatte das Ziel, als erste den antarktischen Kontinent zu durchqueren. Diese Unternehmung war jedoch gescheitert. Bekanntheit und Bewunderung erlangte diese Expedition dennoch, da alle Expeditionsmitglieder unter der Führung von Ernest Shackleton diese widrigen Umstände überlebten.

Der britische Polarforscher Ernest Shackleton wurde am 15. Februar 1874 in Kilkea, County Kildare, Irland, geboren. Er was das zweite von zehn Kindern. Die Familie zog nach London wo Ernest Shackleton aufwuchs. Sein Vater war Arzt und wollte das sein Sohn ebenfalls Arzt wird. Dies lehnte er ab und ging mit 16 Jahren zur Handelsmarine. Er erlernte das Schiffshandwerk und bereiste mehrere Länder. Shackleton war darauf bedacht die Pole zu erkunden.

Auf dem Schiff, der Hoghton Tower, nahm er an drei Seereisen teil, bevor er im Juli 1894 die Seefahrtschule in London besucht und die Prüfung als Zweiter Offizier erfolgreich absolviert. Auf der Monmouthshire bereiste er als Dritter Offizier den fernen Osten. 1896 legt er die Prüfung zum Ersten Offizier ab und erhielt schließlich auch sein Kapitänspatent.

In den Jahren 1901 bis 1903 nahm Ernest Shackleton an der Forschungsreise, der Discovery-Expedition, teil. 1904 heiratet er Emily Dorman, das Paar bekommt drei Kinder, Raymond, Cecily und Edward. Darauf folgte die Nimrod-Expedition 1907-1909. Nach seiner Rückkehr schlug ihn König Edward Vll. zum Ritter und verlieh ihm den Victoria-Orden. Man verehrte ihn und auch die Royal Geographical Society verlieh ihm die Polar-Medaille in Gold.

1914 unternimmt Shackleton mit dem Schiff Endurance seine dritte Reise in die Antarktis. Ein weiteres Expeditionsteam befand sich auf dem Schiff Aurora. Sein Plan war es, den antarktischen Kontinent zu durchqueren. Die Aurora wurde im Mai 1915 vom Eis eingeschlossen und kam erst im Februar 1916 wieder frei. Auch die Endurance wurde vom Eis eingeschlossen. Die Besatzung konnte sich retten, bevor das Eis nach 281 Tagen das Schiff zerdrückte und die Endurance sank.

Man war immer der Hoffnung das Eis würde das Schiff wieder freigeben. Gleich zu Beginn hatte man das Schiff verlassen und ein Lager inmitten des Eises aufgeschlagen. Zudem wurden drei Rettungsboote vom Schiff genommen. Im April 1916 machten sie sich die 28 Männer auf den Weg. Ihre drei Boote mussten sie über das Eis ziehen und erreichten nach fünf Tagen Elephant Island. Nach insgesamt 497 Tagen endlich wieder festen Boden unter den Füßen.

Diese Insel erwies sich als ungeeignet um hier auf Hilfe zu hoffen. Sie war zu sehr abgelegen und war wenig einladend. Shackleton und einige seiner Männer machten sich mit einem der Rettungsboote auf den Weg um Hilfe zu holen, während der Rest der Besatzung auf der Insel bleiben musste. Nach fünf Tagen auf See erreichte man die Walfangstation Stromness an der Nordküste Südgeorgiens. Man schickte nun ein Schiff zu dieser Insel, einige Versuche waren zunächst gescheitert,  wo man die restlichen 22 Männer nach mehreren Wochen retten konnte. Ernest Shackleton verstarb am 5. Januar 1922 in Grytviken, Südgeorgien.

 


Christine (20.04)

Der Film basiert auf der Geschichte von Christine Chubbuck (1944-1974), einer Reporterin und Nachrichtensprecherin, die mit ihren Depressionen, ihren persönlichen und beruflichen Frustrationen kämpft, während sie versucht ihre berufliche Karriere voranzutreiben. Ereignisse diese letztlich am 15. Juli 1974 mit einem Selbstmord vor laufender Kamera enden.

Christine Chubbuck arbeitete als Nachrichtensprecherin für WTOG und WXLT-TV in Florida. Geboren wurde sie am 24. August 1944 in Hudson, Ohio. Sie besucht die Laurel-School, eine private Schule für Mädchen in Shaker Height, einem Vorort von Cleveland. Danach folgten die Miami University in Oxford, mit dem Hauptfach Theaterwissenschaften und das Endicott College in Beverly, Massachusetts. 1965 macht sie ihren Abschluss an der Boston University im Bereich Rundfunk.

Von 1966 bis 1967 arbeitet sie für den Sender WVIZ in Cleveland. Zeitgleich besucht sie einen Workshop mit den Themen Radio und Fernsehen an der New York University. Danach folgte eine Anstellung als Produktionsassistentin bei WQED-TV in Pittsburgh. Hier ist sie unter anderem mitverantwortlich für die Shows „Women’s World“ und „Keys to the City.“

Sie zieht in das Sommerhaus ihrer Familie in Siesta Key, Florida. Als sich ihre Eltern scheiden ließen, kamen ihre Mutter und ihr jüngerer Bruder mit zu ihr. Als ihr Bruder Greg wieder auszog, zog ihr älterer Bruder Timothy mit ein. Christine Chubbuck engagiert sich im Sarasota Memorial Hospital. Sie organisiert ein Puppentheater für Kinder mit geistiger Behinderung.

Bob Nelson, der Eigentümer des Senders WXLT-TV, stellt sie als Reporterin ein, mit der späteren Chance selbst eine Talkshow zu moderieren. Ihre neue Aufgabe nahm sie sehr ernst, denn in ihrer Talkshow Suncoast Digest ging es um das wirkliche Leben, Alkoholiker, Drogenabhängige und anderen Verlierern der Gesellschaft.

Christine Chubbuck kämpft mit ihren eigenen Depressionen und sie plagten Selbstmordgedanken. Mit ihrer Familie sprach sie darüber. Bereits 1970 hatte sie versucht sich das Leben zu nehmen. Aufgrund ihrer Selbstmordgedanken suchte sie Hilfe bei einem Psychiater. Ihre Mutter hatte Angst über die Selbstmordgedanken ihrer Tochter zu berichten, da sie befürchtete sie könne ihrer Job verlieren. Hinzu kamen weitere gesundheitliche Probleme, ein Eierstock musste entfernt werden und sie hatte noch keine Kinder.

Auslöser für ihre Depressionen waren mangelnde Beziehungen. Als ihr 30. Geburtstag bevorstand beklagte sie sich bei ihren Kollegen, sie sei noch immer Jungfrau. Bislang war es nur zu zwei Verabredungen mit einem Mann gekommen. Ihr Bruder erklärte später das sie zwei ernste Bindungen hatte, eine im Teenageralter und als sie um die 20 Jahre alt war. Ihr damaliger Freund sei bei einem Unfall ums Leben gekommen.

Kollegen beschrieben sie als selbstironisch, sie kritisiere sich ständig und wies jedes Kompliment zurück. Eine Woche vor ihrem Selbstmord berichtete sie dem Nachrichtenredakteur Rob Smith, sie habe eine Waffe gekauft, eine Pistole, mit dieser sie sich töten werde. Er reagierte nicht weiter darauf, hielt das Ganze für einen schlechten Scherz.

Am Morgen des 15. Juli 1974 sollte Christine Chubbuck wieder auf Sendung gehen. Die Nachrichten las sie wie gehabt, dabei ging es um eine Schießerei vom Vortag. Der Filmbeitrag über dieses Ereignis funktionierte nicht. Sie sagte vor laufender Kamera, man werde jetzt einen Selbstmordversuch sehen, zog ihre Pistole, hielt sie sich an den Kopf und drückte ab. Sie war 29 Jahre alt und verstarb wenig später im Krankenhaus.


Viva Zapata

Der Film beruht auf der Geschichte des mexikanischen Revolutionärs Emiliano Zapata (1879-1919), der eine Rebellion gegen den korrupten Präsidenten Porfirio Diaz führte.

Emiliano Zapata gilt als führende Figur während der mexikanischen Revolution in den Jahren 1910 bis 1920 und Anführer des Bauernaufstandes im Bundesstaat Morelos. Daraus entstand der Begriff Zapatismo, der auf diese bewaffnete Bewegung verweist und die Ideen von Emiliano Zapata widerspiegelt. Er verfasste ein Dokument mit dem Namen Plan de Ayala, in dem er seine Vision einer Landesreform darlegte. Dieses Manuskript wurde am 28. November 1911 in der Stadt Ayala, Morelos, verkündet.

Emiliano Zapata Salazar wurde am 8. August 1879 in dem Dorf Anenecuileo im Bundesstaat Morelos geboren. Die hier lebenden Bauern wurden von den Landbesitzern unterdrückt. Land- und Wasserressourcen wurden mit Hilfe des Diktators Porfirio Diaz (1830-1915) für den Zuckerrohranbau monopolisiert. Emiliano Zapata engagierte sich schon früh gegen diese Entscheidungen und nahm an politischen Bewegungen teil.

Als es 1910 zur Revolution kommt, wurde er Anführer dieser Bewegung. Mehrere Bauern hatten sich zusammengeschlossen und daraus entstand die Ejército Libertador del Sur, die Befreiungsarmee des Südens. All diese Männer wurden als Zapatistas bekannt. Man forderte eine Bodenreform, das Regime und Präsident Porfirio Diaz wurden 1911 gestürzt.

Die Zapatistas waren hauptsächlich arme Bauern, die einfach nur ihr Land bewirtschaften wollten, um von den Erträgen leben zu können. Nicht nur das Regime konnten sie stürzen, sondern auch einen Teil der Armee, während der Schlacht von Guautla, besiegen. Nach diesem Erfolg verkündete Emiliano Zapata sein Manuskript zur Bodenreform.

Ein weiterer Revolutionär, Francisco Ignazio Madero (1873-1913), wurde als neuer Präsident gewählt. Als dieser Präsident wurde, verleugnete er die Rolle der Zapatistas und bezeichnete sie als einfache Banditen. Er entsandte die Armee, um die Aufständischen in Morelos zu töten. Francisco Madero wurde 1913 vom Militär ermordet. Nun kam der Oberst Victoriano Huerta (1850-1916) an die Macht.

Im Jahr 1919 stellte man Emiliano Zapata eine Falle, er und seine Männer starben am 10. April in Chinameca in einem Kugelhagel. Von Emiliano Zapata stammt das Zitat; „Besser aufrecht sterben, als auf den Knien leben.“

 


Der letzte Kaiser

Gezeigt wird die Lebensgeschichte von Puyi, dem letzten Kaiser Chinas. Aisin Gioro Puyi (1906-1967) war von 1908 bis 1912 zwölfter und letzter Kaiser der Quing-Dynastie.

Mit nur zwei Jahren bestieg er den Thron, nachdem der kinderlose Kaiser Guangxu (1871-1908) im Sterben lag. Dessen Ehefrau, die nun verwitwet war, ließ den Jungen Puyi nach Peking bringen.

Puyi wurde im Februar 1906 geboren. Sein Vater war Prinz Chun II. (1883-1951), ein Halbbruder des verstorbenen Kaisers Gunagxu. Er entstammte dem mandschurischen Fürstengeschlecht der Aisin Gioro, den Herrschern der Jin- und Quing-Dynastie, diese seit 1644 die chinesischen Kaiser stellten.

Als Zweijähriger musste Puyi seine Eltern verlassen, er schrie, er wolle bei seinen Eltern bleiben, diese nichts sagten als man ihn holte und ihnen bewusst wurde das sie ihren Sohn verloren haben. Der Amme Wang Wen-Chao gelang es den Jungen zu beruhigen und sie durfte mit in die Verbotene Stadt. Er schrieb später das er schockiert war, von vielen Fremden umgeben und als er die Witwe Cixi vor ihm sah, fing er an zu zittern.

Seine leibliche Mutter Guwalgiya Youlan (1884-1921) sah er sieben Jahre nicht. Zur Amme hatte er Vertrauen und sie war die einzige die ihn kontrollieren konnte. Als er acht Jahre alt war, schickte man sie fort.

Als Sechsjähriger musste Puyi als Kaiser abdanken. 1911 kam es zur Xinhai-Revolution, die das Ende der Monarchie einläutete. Sie endete mit dem Thronverzicht des sechs Jahre alten Puyi und am 1. Januar 1912 gründete sich die erste chinesische Republik. Dies war gleichzeitig das Ende des über 2100 Jahre alten Kaiserreichs. Den Titel Kaiser von China durfte er dennoch weitertragen. Er lebte noch immer in der Verbotenen Stadt und war völlig isoliert.

1914 holte man seinen jüngeren Bruder Pujie als Spielkameraden. Bislang durfte er kein Kind sein, sondern nur herrschender Kaiser. Als ihm seine Macht bewusst wurde, ließ er einige bestrafen und ihm war es erlaubt auf jeden eine Waffe zu richten. Dies entwickelte sich bald zur Routine, in ihm wuchs die Machtgier und die Grausamkeit.

1917 kam er wieder als Kaiser auf den Thron. General Zhang Xun hatte versucht die Monarchie wieder herzustellen, diese nur vom 1. Juli bis 12. Juli 1917 dauerte. Am 3. März 1919 kam der schottische Diplomat Sir Reginald Johnston als Englischlehrer in die Verbotene Stadt. Puyi hatte zuvor nie einen Ausländer gesehen.

1922 war man der Meinung Puyi solle heiraten. Er entschied sich für eine seiner Konkubinen, Wenxiu (1909-1953), doch er vermählte sich auch mit Gobulo Wanrong (1906-1946), die seine Zweitfrau wurde. Wenxiu ließ sich 1931 von ihm scheiden. Sie war unzufriedener als Wanrong.

1924 kam es zu einem Militärputsch und Puyi wurde aus der Verbotenen Stadt vertrieben. Er zog nach Tianjin. Während des Zweiten Weltkriegs bereiteten die Japaner seine Umsiedlung vor. Er war nun Kaiser von Mandschukuo. Die Japaner die in China einmarschiert waren, ließen ihn jedoch spüren das sie das Sagen haben. Puyi kollaborierte mit den Japanern und wurde Kaiser des Marionettenstaates Mandschukuo.

Als Japan besiegt wurde und die Sowjetunion in Mandschukuo einmarschierte, kam Puyi in ein Kriegsgefangenenlager, nachdem er versucht hatte nach Japan zu fliehen. 1950 wurde er entlassen und an China ausgeliefert. Hier wurde er erneut inhaftiert und 1959 aus der Haft entlassen. Puyi verstarb am 17. Oktober 1967.

 


Der General

Der General oder auch Der Meisterdieb von Dublin beruht auf dem Buch „The General. Godfather of Crime“ des Autors Paul Williams.

Erzählt wird die wahre Geschichte des irischen Gangsters Martin Cahill (1949-1994). Ab Mitte der 1970er Jahre bis zu seinem Tod, der Ermordung durch die IRA, galt Martin Cahill in Irland als Staatsfeind Nr. eins. Man sagt er war ein Gangster-Genie, ein gewitzter Ganove, brutaler Verbrecher, aber auch zugleich ein liebevoller Mensch und Familienvater. Die Medien nannten ihn den General. Er mochte die Medien weniger und vermied es sich zu zeigen.

Martin Cahill wurde am 23. Mai 1949 in einem heruntergekommenen Viertel, in der Greenville Street, Dublin, geboren. Er war das zweite von insgesamt zwölf Kindern von Patrick Cahill und Agnes Sheehan. Er und sein Bruder klauten während ihrer Schulzeit Lebensmittel um die Familie zu versorgen. Danach folgten mehrere Einbrüche, die er mit seinen Brüdern verübte.

Mit 15 Jahren wollte er der Royal Navy beitreten, wurde jedoch aufgrund seiner Vorstrafen abgelehnt. Im Alter von 16 Jahren kam es zu einer Verurteilung wegen diverser Einbrüche. Nach seiner Haftentlassung heiratet er Frances Lawless. Gemeinsam mit seinen Brüdern folgten weitere Einbrüche. Martin Cahill war Kopf dieser Bande und organisierte sämtliche Einbrüche.

Ihren wohl bekanntesten Raub verübten sie im Juli 1983, wo es ihnen gelang Schmuck im Wert von 2 Millionen Britischen Pfund zu klauen. Im Mai 1986 folgte ein weiterer Coup, einem Kunstraub, wo man den Wert ihrer Beute mit 30 Millionen Pfund beziffert. 1993 folgte ein Überfall auf die National Irish Bank. Sein Motiv war einfach nur die Gier nach dem Geld.

Martin Cahill wurde am 18. August 1994 von der IRA erschossen, da er sich in deren Geschäfte einmischte. Dabei ging es wohl auch um Schutzgelderpressung verschiedener Restaurants im Dubliner Amüsierviertel.

 


Iris

 

Der Film beruht auf dem Leben der anglo-irischen Schriftstellerin und Philosophin Iris Murdoch (1919-1999). Als Vorlage diente zudem das Buch „Elegy for Iris: A Memoir“ ihres Ehemannes John Bayley (1925-2015).

Iris Murdoch schrieb Sachbücher und Romane, in denen sie auch über sexuelle Beziehungen schreibt. Ihr erster Roman „Under the Net“ wurde 1954 veröffentlicht. Dieses Buch wählte man 1998 unter die 100 besten englischsprachigen Romane des 20. Jahrhunderts. Die Zeitung The Times nannte sie eine herausragende Schriftstellerin und kürte sie unter die 50 größten Schriftsteller seit 1945.

1987 wurde Iris Murdoch zur „Dame Commander“ des britischen Ritterordens Order of the British Empire ernannt. 1993 wurde ihr die Ehrendoktorwürde verliehen. Zu ihren Büchern zählen; The Bell (1958), A Severed Head (1961), The Red and the Green (1965), The Nice and the Good (1968), The Black Prince (1973), Henry and Cato (1976), The Sea, the Sea (1978), The Philosopher’s Pupil (1983), The Good Apprentice (1985), The Book and the Brotherhood (1987), The Message to the Planet (1989) und The Green Knight (1993).

Iris Murdoch wurde am 15. Juli 1919 in Phibsborough, Dublin, Irland geboren. Von 1932 bis 1938 besuchte sie die Badminton School. Danach studiert sie am Somerville College der Universität Oxford. Sie studiert klassische und alte Geschichte bei Donald M. Mackinnon und besucht die Seminare von Edward Fraenkel. Nach ihrem Studium war sie für die United Nations Relief and Rehabilitation Administration, einer Hilfsorganisation in London, Brüssel, Innsbruck und Graz, tätig.

Von 1947 bis 1948 studierte sie Philosophie. 1956 heiratet sie den Schriftsteller und Literaturkritiker John Bayley. Ihre Ehe wird als sehr harmonisch beschrieben und dauerte mehr als 40 Jahre bis zu ihrem Tod. Ihr letzter Roman Jacksons Dilemma wurde 1995 veröffentlicht. 1997 diagnostizierte man bei ihr die Alzheimerkrankheit. Sie verstarb am 8. Februar 1999.