more than just a game

Das Dokudrama zeigt, wie politische Gefangene auf Robben Island, einer Insel in Südafrika, die Makana Football Association, kurz Makana FA, gründeten.

Dies war ein Fußballverband mit eigenem Ligaspielbetrieb. Alles wurde von den Gefangenen organisiert, die während der Apartheid auf der Gefängnisinsel inhaftiert waren. 1966 kam es zur Gründung und man spielte nach den Regeln der FIFA. Anfangs war es nicht erlaubt, von der Gefängnisverwaltung war es untersagt Fußball zu spielen. Im Dezember 1964 fanden sich einige Inhaftierte zusammen und fragten die Gefängnisverwaltung, ob man jeden Samstag Fußball spielen dürfe.

More Than Just a Game, mehr als nur ein Spiel, besagt, das es für die Gefangenen nicht nur um sportliche Betätigungen ging, sondern man wollte auch Abwechslung, um das triste Gefängnisleben etwas erträglicher zu machen. Durch Zufall sind sie zum Fußball gekommen, man diskutierte und alle waren sich einig, alle mögen den Fußball. In ihrer Freizeit wollten sie alle nur eins, Fußball spielen.

Man wählte einen Verantwortlichen. Ihre ersten Anfragen wurden stets abgelehnt. Ihre Beharrlichkeit zahlte sich am Ende aus, ihr Vorhaben wurde genehmigt. Schnell haben sie gelernt sich selbst zu organisieren. Schließlich wurden sie von der Gefängnisleitung unterstützt und bekamen angemessene sportliche Ausrüstung. Ein Spielfeld wurde angelegt, alles nach dem Regelwerk der FIFA.

Die Häftlinge waren unterschiedlichster Herkunft, dennoch verstanden sie sich, konnten ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und man diskutierte in einer anständigen Art und Weise. Dies erkannte auch die Gefängnisleitung, jeder einzelne Beamte merkte schnell das ihnen der Fußball viel bedeutet und auch gut tut.

Die Football Association lief mit drei Ligen. Im Wettbewerb standen neun Mannschaften mit ihren Teams. Über die Hälfte der Insassen hatte sich daran beteiligt. Selbst verschiedenste politische Ansichten wurden dabei ausgeblendet. Zum einen gab es die Anhänger der ANC, der sozialdemokratischen Partei Südafrikas und die Befürworter der PAC, einer schwarz-nationalistischen Partei.

Der Makana FA wurde die Ehrenmitgliedschaft der FIFA verliehen. Der Fußball war für die Insassen ein Ventil. Es war ihre Leidenschaft und durch ihr Engagement wurde schöner und disziplinierter Fußball gespielt. Zu den prominentesten Beteiligten zählte der heutige Staatspräsident von Südafrika, Jacob Zuma, der als Schiedsrichter seinen Beitrag leistete.

An der Organisation waren auch der heutige Politiker und Aktivist Steve Tshwete, der Richter am Verfassungsgericht Dikgang Moseneke und der Politiker und Geschäftsmann Tokyo Sexwale beteiligt. Eine kleine Gruppe von Häftlingen wurde am Fußballgeschehen ausgeschlossen, darunter auch Nelson Mandela. Die Makana Football Association bestand bis 1991. Es war das Ende der Apartheid und das Hochsicherheitsgefängnis für politische Gefangen wurde aufgelöst.

 

 

 

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Verflucht bis zum jüngsten Tag

Der Film führt uns in das 19. Jahrhundert in den Nordosten von Pennsylvania. Gezeigt wird die Geschichte der Molly Maguires, eines geheimen, irischen Bergarbeiterbundes. Als Vorlage für den Film diente der Roman von Arthur H. Lewis.

Der Name Molly Maguires stammt von Molly Maguire, einer damaligen Führerin einer irischen Geheimorganisation um das Jahr 1840. Die Molly Maguires haben sich in Irland gegründet und wollten soziale Gerechtigkeit erreichen. Es heißt das sie auch vor Gewalt nicht zurückschreckten. Es kam zu einer Reihe heftiger Konflikte. Laut einer Überlieferung in Pennsylvania wurden vermutlich 20 Mitglieder der Molly Maguires wegen Mordes und anderer Verbrechen, in den Jahren 1877 und 1878, hingerichtet.

Mitte des 19. Jahrhunderts kam es vermehrt zum Steinkohleabbau. In den 1870er Jahren kontrollierten mächtige Finanz-Syndikate die Kohleminen und die Eisenbahnen. Die Firmen die mit dem Kohleabbau in Verbindung standen, hatten damit begonnen Einwanderer aus Übersee zu beschäftigen. Jedoch nur die, die damit einverstanden waren unter dem Lohnniveau der amerikanischen Beschäftigten zu arbeiten.

Man lockte die Arbeiter mit dem Versprechen dennoch sehr gutes Geld zu verdienen. Folglich kam es mehrfach zu Konflikten und Sicherheitsvorkehrungen wurden seitens der Betreiber der Kohleminen nicht eingehalten. Es kam zu mehreren Einbrüchen in den Stollen, diese mehrere Todesopfer forderten. Darüber wurde oft in den lokalen Zeitungen berichtet.

Man war schockiert über die Zustände sowohl über als auch unter Tage. Bis zu 22.000 Minenarbeiter arbeiteten in Schuylkill County im Bundesstaat Pennsylvania. Davon waren etwa 5.500 Kinder im Alter zwischen sieben und siebzehn Jahren. Verletzte oder ältere Bergleute wurden an den Maschinen eingesetzt, den sogenannten Brechern, wo die Kohle zerkleinert wurde. Ein Knochenjob der nur sehr gering entlohnt wurde. Die Arbeitsbedingungen waren grauenhaft und menschenunwürdig.

Am 6. September 1869 kam es zu einem tragischen Unglück. In der Avondale Mine fanden 110 Bergleute den Tod, nachdem in der Mine ein Feuer ausgebrochen war. Der Industrielle und Geschäftsmann Franklin B. Gowen beschuldigte die Mitglieder der Molly Maguires des Mordes und der Brandstiftung. Zudem der Entführung und weiterer Verbrechen. Seine Vorwürfe beruhen teils auf der Aussage eines Pinkerton-Detektivs, mit Namen James McParland.

Die Molly Maguires wollten nur soziale Gerechtigkeit. Man versuchte diese mit allen Mitteln durchzusetzen. Für eine Anwendung von Gewalt oder dergleichen gibt es nicht genügend oder keinerlei Beweise.

 


Frida

Der Film beruht auf dem Leben der mexikanischen Malerin Frida Kahlo (1907-1954).

Frida Kahlo de Rivera wurde am 6. Juni 1907 als Magdalena Carmen Frida Kahlo y Calderón in Coyoacán, einem Dorf nahe Mexiko-Stadt, geboren. Ihre Eltern waren der Fotograf Guillermo Kahlo (1871-1941) und Matilde Calderón y González (1876-1932). Ihr Vater Carl Wilhelm „Guillermo“ Kahlo stammt ursprünglich aus Deutschland, Pforzheim und ging 1891 nach Mexiko.

Frida Kahlo war das dritte der insgesamt vier Kinder. Ihre Schwestern waren Matilde (1898-1951), Adriana (1902-1968) und Cristina (1908-1964). Hinzu kamen zwei Halbschwestern aus der ersten Ehe ihres Vaters. Die beiden Mädchen Maria Luisa und Margarita wuchsen in einem Kloster auf.

Ihre Kindheit beschrieb sie als sehr traurig. Die Eltern waren oft krank und es mangelte an Liebe. Zwischen Mutter und den Töchtern herrschte ein weiniger gutes Verhältnis. Ihre Mutter sei freundlich und intelligent, aber auch grausam und fanatisch religiös. Im Alter von sechs Jahren erkrankte Frida an Kinderlähmung. Während ihre Schwestern eine Klosterschule besuchten war sie auf Wunsch ihres Vaters an einer deutschen Schule. Hier blieb sie nur kurz, es sei zu sexuellen Übergriffen einer Lehrerin gekommen.

1922 besucht sie die Escuela National Preparatoria und konzentriert sich auf Naturwissenschaften, mit dem Ziel Ärztin zu werden. Außerdem interessiert sie sich für Politik und ist für soziale Gerechtigkeit. Besonders einflussreich für sie waren ihre neun Schulkameraden mit denen sie eine Gruppe mit Namen Cachucas gebildet hatte. Man diskutierte, machte Streiche und inszenierte Theaterstücke.

Schon früh interessierte sie sich für die Kunst und wurde von einem Freund ihres Vaters unterrichtet. 1925 begann sie neben der Schule eine Arbeit, um die Familie finanziell zu unterstützen. Am 17. September 1925 kommt es zu einem tragischen Busunfall, wobei mehrere Menschen ihr Leben verloren. Sie überlebte schwer verletzt. Eine Eisenstange hatte sich durch ihren Unterleib gebohrt und sie erlitt mehrere komplizierte Knochenbrüche.

Sie litt ihr Leben lang an diesen Verletzungen. Ihr Traum einmal Ärztin zu werden platzte. So kam sie zur Malerei. 1929 heiratet sie den Maler Diego Rivera. Das Paar trennte sich 1939, aufgrund seiner Untreue. 1940 wurden sie wieder ein Paar und blieben bis zu ihrem Tod 1954 zusammen.

Frida Kahlo malte mit 19 Jahren ihr erstes Selbstportrait und wurde die bekannteste Malerin Mexikos. Die Regierung erklärte ihre Bilder zum nationalen Kulturgut. Sie verstarb am 13. Juli 1954 im Alter von 47 Jahren an einer Lungenembolie.

 


Die Passion der Jungfrau von Orleans

Der Historienfilm, Stummfilm, zeigt die letzten Stunden der Jeanne d’Arc, diese am 30. Mai 1431 in Rouen, Frankreich, hingerichtet wurde.

Jeanne d’Arc wurde am 6. Januar 1412 als Tochter eines Bauern in Lothringen geboren. Ihr Vater Jacques Darc und ihre Mutter Isabelle Romée galten als wohlhabende Bauernfamilie, die zur Oberschicht innerhalb der ländlichen Bevölkerung zählten. Jeanne scheute sich nicht Arbeiten auf dem Feld zu verrichten und im Haushalt zu helfen.

Es war auch jene Zeit des Hundertjährigen Krieges, einer Auseinandersetzung zwischen Frankreich und England. Hintergrund dieses Krieges waren ein Streit um die Besitzungen um die Rolle der englischen Könige als Herzöge von Aquitanien im Königreich Frankreich und der Streit um die Thronfolge in Frankreich zwischen dem englischen König Edward III. und dem französischen König Philippe VI.. Zudem ein Konflikt um Macht und Einfluss zwischen den Parteien Bourguignons und Armagnacs.

Jeanne d’Arc ein einfaches Bauernmädchen hörte Stimmen, göttliche Stimmen die ihr Anweisungen gaben was sie tun solle. Aus dem Bauernmädchen wurde eine Kämpferin. Sie verhalf den den Truppen des Dauphins zu einem Sieg über die Engländer und Burgunder. Sie kämpfte und befreite am 8. Mai 1429 die Stadt Orléans, die von den Engländern belagert wurde. Für das junge Mädchen war es eine göttliche Bestimmung. Mit ihren 13 Jahren habe sie die Stimmen gehört, die sie führten und dazu bewegten oft in die Kirche zu gehen.

Sie kämpfte in Männerkleidung, schnitt ihre Haare kurz und glich so mehr einem männlichem Kämpfer als einer Bauerntochter. Ihre Bemühungen um auch die Stadt Paris von den Engländern zu befreien, blieben erfolglos. Sie wurde verraten und am 23. Mai 1430 von Johann von Luxemburg festgenommen und den Burgundern übergeben. Sie versuchte zu fliehen, woraufhin sie der Herzog von Burgund, nach siebenmonatiger Gefangenschaft für 10.000 Franken an John of Lancaster, den Herzog von Bedford, verkaufte.

Jeanne d’Arc wurde der Ketzerei angeklagt. Am 9. Januar 1431 begann der Prozess in Rouen. Der König von Frankreich Karl VII. unternahm nichts um ihr zu helfen. Er wollte nicht riskieren in Verbindung mit einer „Hexe“ gebracht zu werden. Niemand half ihr, sie wurde von allen fallen gelassen. So nahm das Schicksal seinen Lauf und man verbrannte sie bei lebendigem Leibe am 30. Mai 1431 auf dem Scheiterhaufen auf dem Marktplatz von Rouen.

Erst im Jahre 1455 bemühte sich Karl VII. um eine Wiederherstellung der Ehre von Jeanne d’Arc, schließlich war sie es die ihn zum König gemacht hatte. Sie wurde zur Nationalheldin Frankreichs und gilt als bemerkenswerte Frau des Mittelalters.

 


The babe

Gezeigt wird die Geschichte des amerikanischen Baseballspielers Babe Ruth (1895-1948). Seine außergewöhnliche Karriere begann im Major League Baseball als er 22 Jahre alt war. Seine Spitznamen waren „The Bambino“ und „The Sultan of Swat“. Er gilt als einer der größten Sport-Helden und wird von vielen als der größte Baseballspieler aller Zeiten angesehen.

George Herman „Babe“ Ruth wurde am 6. Februar 1895 in Baltimore, Maryland, geboren. Seine Eltern George Herman Ruth Sr. und Katherine Schamberger waren beide deutscher Abstammung. Sie betrieben in Baltimore eine Gastwirtschaft. Von ihren insgesamt acht Kindern überlebten nur George Herman und seine Schwester Mary.

In seiner Kindheit sprach er Deutsch, ging nur selten zur Schule und trank heimlich auch gern mal ein Bier. Die Eltern hatten mit ihrer Gastwirtschaft bis in die späten Abendstunden zu tun. Ihr Sohn entwickelte sich nach und nach zu einem Kleinkriminellen. Mit sieben Jahren brachte man ihn in das Erziehungsheim St. Mary’s Industrial School For Boys. Die Familie besuchte den Jungen nur selten. Seine Mutter starb als er 12 Jahre alt war.

Der Priester, Bruder Matthias Boutlier, nahm sich dem Jungen an, lehrte ihm Disziplin und sagte, er solle seine überschüssige Energie beim Baseballspielen nutzen. Bruder Matthias wurde von allen respektiert und zum Vorbild von George Herman Ruth. Nun wurde man auf „Babe“, wie ihn alle nannten, aufmerksam und er wurde zum Profi-Baseballspieler.

Obwohl er alle Positionen gespielt hatte, wurde er der Pitcher. 1914 unterzeichnet er einen Profi-Vertrag. Am 24. April 1914 bestreitet er sein erstes Profi-Spiel. Noch im selben Jahr heiratet er die Kellnerin Helen Woodford. Das Paar trennte sich 1925, angeblich wegen Untreue. Sie kam 1929 bei einem Hausbrand ums Leben. Am 17. April 1929 heiratet „Babe“ erneut, das Model und Schauspielerin Claire Merritt Hodgson. Sie brachte ihre Tochter Julia mit in die Ehe.

George Herman Ruth galt als charismatische Persönlichkeit. Aus einem rüpeligen Jungen und seinem rücksichtslosem Verhalten und Lebensstil wurde ein anständiger Kerl. Durch seine Erfolge als Baseballspieler verdiente er eine Menge Geld. Er wollte nun Gutes tun, besuchte Kinder in den Krankenhäusern und Waisenhäusern.

Die Ärzte rieten ihm sich mehr um seine eigene Gesundheit zu kümmern. 1946 entdeckte man bei ihm einen bösartigen Tumor. Erst schien es ihm wieder besser zu gehen, doch sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zunehmend. Er konnte kaum sprechen und war ziemlich abgemagert. George Herman „Babe“ Ruth verstarb am 16. August 1948 im Alter von 53 Jahren an Krebs.

 


The Big Short

Der Film basiert auf dem Buch „The Big Short: Inside the Doomsday Machine“ von Michael Lewis, in dem er über die Finanzkrise der Jahre 2007 bis 2008 schreibt. Michael Lewis war früher selbst Banker und ist heute Wirtschaftsjournalist.

Diese Finanzkrise wird von vielen Ökonomen als die schlimmste Krise seit der Weltwirtschaftskrise, der Großen Depression der 1930er Jahre, angesehen. Auslöser war die im Sommer 2007 beginnende US-Immobilienkrise. Dies führte zu einem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers, dies wiederum im September 2008 zu einer internationalen Bankenkrise.

Übermäßige Risikobereitschaft der Banken, wie der Bank Lehman Brothers, haben dazu beigetragen, diese finanziellen Auswirkungen weltweit zu vergrößern. Die Finanzbranche der gesamten Weltwirtschaft geriet ins Wanken. Es wurden massive Rettungspakete von Finanzinstituten eingesetzt, um einen möglichen Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems zu verhindern.

In den Vereinigten Staaten stiegen die Aktienkurse auf Rekordstände, zudem waren die Zinsen sehr niedrig. Folglich boomte der amerikanische Immobilienmarkt. Viele träumten vom eigenen Haus. Schnell einen Kredit, um diesen Traum zu verwirklichen. Den Banken kam dies sehr gelegen, sie nutzten den Immobilienboom, um immer mehr Kredite zu vergeben. Jeder der einen Kredit beantragt hatte, bekam diesen, völlig unabhängig von seinem Einkommen, ob dies überhaupt genügte um das Geld zurückzahlen zu können.

Ein lohnendes Geschäft, Kredite wurden in Wertpapiere umgewandelt, mit denen die Banken an der Wall Street handelten. 2004 stiegen jedoch die Zinsen. Für jene die ein Haus gekauft und durch einen Kredit finanziert hatten, eine enorme finanzielle Belastung. Immer mehr der einst stolzen Hausbesitzer konnten die Raten nicht mehr aufbringen. Die Kredite platzten, somit auch die Wertpapiere mit denen die Banken handelten bzw. an Investoren verkauft hatten. Eine Katastrophe für das Finanzsystem, ein Kollaps für die gesamte Finanzbranche.

Der Film bezieht sich auch auf die Geschichte einiger realer Personen, wie dem Hedgefonds-Manager Michael Barry, Atwood „Porter“ Collins, Danny Moses und Vincent „Vinny“ Daniel, diese bis 2006 Mitarbeiter im Team des Aktienhändlers Steve Eisman waren. Außerdem Greg Lippman, der damals bei der Deutschen Bank in New York tätig war.

Es folgte eine schärfere Regulierung der Finanzindustrie. Banken die eine Mitschuld an dieser Finanzkrise trugen, blieben jedoch straffrei. 2009 schätzte der Internationale Währungsfond die weltweiten Wertpapierverluste infolge dieser Krise auf vier Billionen US-Dollar. Danach folgte die Eurokrise, die besonders Griechenland mit einer sehr hohen staatlichen Verschuldung traf.

 


Der Gefangene der Haifischinsel

Der Film beruht auf der Geschichte des Arztes Samuel Mudd (1833-1883), den man vorgeworfen hatte, am Mord an dem amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln (1809-1865) beteiligt gewesen zu sein. Der Tatvorwurf lautete Verschwörung.

Abraham Lincoln wurde am 14. April 1865 von dem Schauspieler John Wilkes Booth von hinten in den Kopf geschossen. Einen Tag darauf verstarb Abraham Lincoln. Der Täter, John Wilkes Booth, flüchtete und brach sich während seiner Flucht ein Bein. Er und sein Gefolgsmann David Herold (1842-1865) suchten den Arzt Samuel Mudd auf und John Wilkes Booth wurde von diesem auch behandelt. Dies machte ihn zu einem Mittäter, wofür man ihn wegen der Verschwörung verurteilte.

Der Arzt Samuel Mudd war ein Befürworter der Sklaverei. Er war Anhänger der Südstaaten. Dies machte ihn ebenfalls zu einem Verdächtigen, da Abraham Lincoln für eine Abschaffung der Sklaverei stand und diese auch durchgesetzt hatte.

Für den Mord an Abraham Lincoln kommt es zu einer Anklage. Samuel Mudd bestritt, seinen Patienten wiedererkannt zu haben. Diese Aussage empfand man jedoch als unglaubwürdig. Der neue Präsident Andrew Johnson (1808-1875) ordnete eine Untersuchung an. Es kam zum Prozess bei dem mehrere Personen der Verschwörung mit dem Ziel, Abraham Lincoln zu ermorden, angeklagt wurden.

Der eigentliche Täter, John Wilkes Booth wurde erschossen, als dieser versuchte sich der Verhaftung zu widersetzen. Weitere Angeklagte waren; Mary Surrat, die am 7. Juli 1865 hingerichtet wurde. Bis heute ist unklar ob sie an diesem Mord beteiligt war. Lewis Powell, diesen man ebenfalls am 7. Juli hängte. George Atzerodt wurde wegen der Verschwörung angeklagt und hingerichtet. David Herold wurde ebenfalls zum Tode verurteilt. Außerdem wurden angeklagt; Samuel Arnold, Edman Spangler, Michael O’Laughlin und der Arzt Samuel Mudd. 

Samuel Mudd wurde im Juni 1865 für schuldig erklärt. Er entging nur knapp der Todesstrafe, eine einzige Stimme rettete ihm das Leben. Man verurteilte ihn zu lebenslanger Haft. Er und die drei weiteren Angeklagten kamen in das Gefängnis Fort Jefferson. Dies war eine Haftanstalt mit 600 Gefangenen. Als dort 1867 eine Gelbfieberepedemie ausbrach und der Gefängnisarzt starb, übernahm Samuel Mudd dessen Arbeit. Ihm war es gelungen eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Viele verdanken ihm sein Leben.

Der Präsident Andrew Johnson begnadigte den Arzt am 1. März 1869 und er durfte nach Hause zurückkehren. Verheiratet war er mit Sarah Frances Dyer. Er ist Vater von neun Kindern. Das neunte Kind, Mary Eleanor, wurde 1878 geboren. Es bleibt umstritten ob man ihm eine Mitschuld am Tod von Abraham Lincoln geben kann, auch wenn er den Täter behandelt hat. Spätere Präsidenten der Vereinigten Staaten gaben an, er habe kein Verbrechen begangen. Samuel Mudd verstarb am 10. Januar 1883 im Alter von 49 Jahren an einer Lungenentzündung.