Mata Hari 1931

Der Film basiert auf der Geschichte von Mata Hari, einer niederländischen Tänzerin die während des Ersten Weltkriegs als exotische Nackttänzerin und Künstlerin Berühmtheit erlangte. Man beschuldigte sie als Spionin tätig zu sein, woraufhin man Mata Hari am 25. Juli 1917 in Frankreich hingerichtet hat.

Margaretha Geertruida „Margreet“ MacLeod, geborene Zelle, wurde am 7. August 1876 in Leeuwarden, Niederlande, geboren. Sie war die älteste von insgesamt vier Kindern des Ehepaares Adam Zelle und seiner ersten Frau Antje van der Meulen. Der Vater arbeitete als Hutmacher. Ihre drei Geschwister waren Johannes Henderikus, sowie die Zwillinge Ari Anne und Cornelis Coenrad.

Als ihr Vater 1889 mit seinem Geschäft scheiterte, kam es zur Scheidung der Eltern. Ihre Mutter verstarb 1891. Zwei Jahre nach dem Tod ihrer Mutter heiratete ihr Vater erneut, eine Frau namens Susanna Catharina ten Hoove. Adam Zelle galt als Aufschneider und war bekannt für seinen verschwenderischen Lebensstil. Sein prunkvolles Stadtpalais musste er gegen eine ganz normale Wohnung eintauschen.

Margaretha kam zu ihrem Onkel, der sie zu einer Kindergärtnerin ausbilden ließ. Für sie selbst eine Fehlentscheidung, sie fühlte sich als nicht geeignet für diesen Beruf, was zum Teil Freunde und Bekannte genau so sahen. Ihre Ausbildung brach sie ab. Es heißt das der Direktor der Schule in sie verliebt gewesen sei und man sie auf seinem Schoß gesehen haben will. Danach ging sie zu ihrem Onkel nach Den Haag.

Mit 18 Jahren las sie in einer Zeitungsanzeige, dass ein niederländischer Kolonialoffizier mit Namen Campbell Rudolph MacLeod, eine für ihn passende Frau suche. Sie meldete sich und bald darauf, am 11. Juli 1895, kam es zur Hochzeit. Durch diese Ehe war sie finanziell abgesichert. Das Paar zog nach Malang, einer Stadt auf der indonesischen Insel Java. Doch diese Ehe entpuppte sich als Enttäuschung, er war Alkoholiker und begann seine 20 Jahre jüngere Frau zu schlagen. Er hielt sich zudem eine Konkubine, wovon sie auch Kenntnis hatte. Das Paar hatte zwei Kinder, Norman-John der 1897 geboren wurde und ein Jahr darauf kam Tochter Louise Jeanne zur Welt.

Sie interessierte sich für die indonesischen Bräuche und Traditionen und trat einer Tanzgruppe bei. Ihr Ehemann wurde als Offizier befördert und versetzt. Er tolerierte ihr freizügiges Verhalten nicht und war sehr eifersüchtig. Das Paar lebte sich immer mehr auseinander. 1899 starb ihr Sohn Norman an den Folgen einer Vergiftung. Ihr Ehemann Rudolph MacLoed wurde in den Ruhestand versetzt. Sie wollte unbedingt zurück nach Europa.

1902 kehrte das Paar nach Europa zurück, in ihre Heimat Niederlande. 1906 kam es nach ewigen Streitereien und Versöhnungen endgültig zu einer Scheidung. Sie lebte mittlerweile in Paris und arbeitete als exotische Tänzerin. Mit ihren Tanzdarbietungen hat sie das Publikum begeistert. Ihre Karriere als Tänzerin endete 1915. Im Laufe ihrer Karriere kam Mata Hari mit vielen Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft in Kontakt.

Während des Ersten Weltkriegs verdächtigte man sie als Spionin, die für die Deutschen arbeitete. Sie hatte gewisse Kontakte zu deutschen Diplomaten und war für den deutschen Geheimdienst unter dem Decknamen H21 tätig. Es heißt das sie keine wesentlichen Geheimnisse verraten habe. Vielleicht war sie nur ein Opfer des französischen Militärgerichts, das sie verurteilte und hinrichten ließ. Sie sprach Deutsch, hatte ihre Flitterwochen in Wiesbaden verbracht und hat vor Diplomaten und Offizieren getanzt, die sie nach Paris geladen hatte. Für das französische Militärgericht Grund genug, um sie aus dem Weg zu schaffen.

 


Z

Der Film basiert auf dem 2009 erschienenen Buch „The Lost City of Z“ des Autors David Grann. Beschrieben werden reale Ereignisse des britischen Forschers Percy Fawcett (1867-1925).

Leutnant Colonel Percival Harrison Fawcett war Geograph, Artillerieoffizier, Kartograph, Archäologe und Entdecker. Während einer seiner Expeditionen im Jahr 1925, um die verlorene Stadt Z zu finden, verschwanden er und sein ältester Sohn. Bereits 1906 unternahm er im Auftrag der Geografischen Gesellschaft Reisen nach Südamerika. Percy Fawcett nannte diesen Ort, nachdem er suchte, die verlorene Stadt Z, ein Ort mitten im Dschungel der Region Mato Grosso in Brasilien. Er hoffte hier Spuren von vergangenen Zivilisationen zu finden und war sich sicher das dieser Ort existierte.

Während seiner Expeditionen versuchte er diesen Ort zu finden, ging früheren Hinweisen nach und verließ sich auf seine eigenen Erkundungen der Amazonas-Region. Er glaubte das es eine komplexe Zivilisation in der Amazonas-Region gegeben hat und das Überreste, unter anderem Ruinen, zu finden sind.

Ihm war ein Manuskript bekannt, mit Namen „Manuskript 512“, das sich in der Nationalbibliothek in Rio de Janeiro befindet. Dieses Manuskript wurde von dem Bandeirante (Mitglieder von Expeditionstrupps)  João da Silva Guimarães geschrieben. Dieser erwähnt im Jahr 1753, das er Ruinen einer alten Stadt entdeckt habe, alte Bögen, eine Statue und einen Tempel mit Hieroglyphen. Er beschreibt diesen Ort sehr ausführlich, ohne dabei zu erwähnen, wo genau sich diese Entdeckungen einer alten Zivilisation befinden.

Percy Fawcett wollte diesen Ort unbedingt finden und traf Vorbereitungen für seine Expedition. Der Erste Weltkrieg brach aus, so konnte er auf Unterstützung seitens der britischen Regierung nicht hoffen. 1920 unternahm er eine Expedition auf eigene Faust, auch diese blieb ohne Erfolg, da er vom Fieber heimgesucht wurde.

Im Jahr 1925 folgte der nächste Versuch einer Expedition. Diesmal mit seinem ältesten Sohn Jack und Raleigh Rimell, einem Freund seines Sohnes. Zusätzlich wurden sie von zwei Einheimischen begleitet. Zudem zwei Pferden, acht Maultieren und einigen Hunden. Ein letztes Lebenszeichen von Percy Fawcett gab es am 29. Mai 1925. Es war ein Brief an seine Frau, in diesem er schreibt, das er mit seinem Sohn und Raleigh nun unerforschtes Gebiet betritt und sie den Fluss Rio Xingu überqueren.

Hier verliert sich die Spur der drei britischen Entdecker. Percy Fawcett galt als erfahrener Mann, hatte alles Nötige dabei und war bester Gesundheit. Er hatte sich entschieden mit seinem Sohn und dessen Freund allein weiterzugehen. In diesem Amazonas-Gebiet gab es mehrere einheimische Stämme, wie den Suyas oder den Xavantes. Als man die drei Männer zuletzt gesehen hatte, waren die beiden jüngeren lahm und krank.

Einige glaubten das sie von den Einheimischen getötet wurden. Dafür gibt es keinerlei Beweise. Man geht davon aus das alle drei eines natürlichen Todes starben. Während einer späteren Suche fand man 1927 ein Namensschild von Percy Fawcett. Möglich das dies ein Geschenk an einen dieser Stämme gewesen war. Im Jahr 1933 fand man einen Kompass. Mehrere Expeditionen um die drei verschollenen Männer zu finden scheiterten.

 


The Stanford Prison Experiment

Der Film beruht auf einem realen Experiment, dass im Sommer 1971 unter der Leitung von Philip Zimbardo an der Stanford University durchgeführt wurde. Das Stanford-Prison-Experiment (SPE) wurde nach 6 von geplanten 14 Tagen abgebrochen, nachdem es unter moralischen Gesichtspunkten nicht länger tragbar war.

Der 1933 geborene Philip Zimbardo ist emeritierter Professor an der Stanford University. 1959 promovierte er an der Yale University, ist Psychologe und sorgte 1971 mit seiner bekannt gewordenen Untersuchung für Aufregung, als er das Gewaltverhalten des Menschen untersuchte.

Auf eine von Wissenschaftlern geschalteten Zeitungsannonce meldeten sich über 70 Studenten. Bei diagnostischen Interviews und einem Persönlichkeitstest wurden 24 ausgewählt. Diese 24 wurden durch Münzwurf in zwei Gruppen eingeteilt, Wärter und Gefangene, sie bekamen 15 Dollar pro Tag. Die Gefangenen mussten Dokumente unterschreiben, in welchen sie auf einige ihrer Grundrechte verzichten.

Sie wurden von echten Polizisten „verhaftet“ und auf die Polizeiwache gebracht. Dort warteten sie mit verbundenen Augen in Untersuchungs-Zellen. Von dort aus wurden sie dann zum Institut überführt und in extra im Keller eingerichtete Zellen gesperrt.
Die Gefangenen zwang man schwere Fußketten, Nylonstrumpf über den Kopf und ein Krankenhaushemd ohne Unterwäsche zu tragen.

Die dargestellten Wärter bekamen Uniformen und Gummiknüppel. Beide Parteien probierten ihre Rollen erst aus, so kam es bei Bestrafungen zu Liegestützen der Gefangenen. Es sollte eine absolute Macht der Wärter demonstriert werden.
Am zweiten Tag brach ein Aufstand aus, die Gefangenen blockierten die Zellentüren, rissen ihre Nummern von den Kitteln und zogen sich die Strümpfe vom Kopf.
Die Wärter schlugen den Aufstand nieder, indem sie mit Feuerlöschern eisiges Kohlendioxid in die Zellen sprühten, Kleidung und Betten entzogen.
Ab diesem Zeitpunkt demütigten die Wärter die Gefangenen. Eimer in den Zellen sollen als Toilette benutzt werden.

Das Experiment geriet außer Kontrolle. Nach drei Tagen zeigte ein Gefangener extreme Stressreaktionen und musste entlassen werden. Einige der Wärter zeigten sadistische Verhaltensweisen, teilweise musste man eingreifen um Misshandlungen zu verhindern. Weitere Gefangene erlitten emotionale Zusammenbrüche und mussten vorzeitig entlassen werden. Ein anderer bekam unter den psychischen Belastungen einen Hautausschlag.
Die anderen versuchten ihre Situation zu meistern und den Befehlen folge zu leisten. Die Gruppe der Gefangenen war zerschlagen, jeder war nur noch auf sich allein gestellt und auf Überleben fixiert.

Nach 6 Tagen brach man dann das Experiment ganz ab. Ein Treffen mit allen Beteiligten ein Jahr danach zeigte, dass bei keinem psychische Spätfolgen aufgetreten waren. Eine Analyse zeigt, dass eine Zusammenstellung von Verhaltensweisen, die denen in echten Gefängnissen bemerkenswert ähnlich war – Grausamkeiten, unmenschliche Behandlungen und massive Nichtachtung von Mitmenschen.

 


Supremacy

Der Film beruht auf tatsächlichen Ereignissen die sich vom 29. bis 30. März 1995 zugetragen haben. Gezeigt wird die Geschichte des 36-jährigen Robert Walter Scully und der 38-jährigen Brenda Kay Moore, beide Mitglieder der Aryan Brotherhood.

Die Arische Bruderschaft ist eine Gang zu der etwa 15.000 Mitglieder zählen. Sie existiert in vielen Gefängnissen und außerhalb der Strafvollzugsanstalten. Die Aryan Brotherhood besitzt ein externes Netzwerk bestehend aus ehemaligen Häftlingen, das die kriminellen Geschäfte der Gefängnisinsassen unterstützt.

Am 29. März 1995 parkten Scully und Moore mit ihrem Pickup zwischen den Städten Santa Rosa und Sebastopol, Kalifornien, vor einem Geschäft, der Santa Rosa Saddlery. Sie überlegten ein Geschäft zu überfallen. Am Abend, gegen 23.30 Uhr, wurden sie von dem stellvertretenden Sheriff Frank Vasquez Trejo auf diesem Parkplatz bemerkt. Als er sich dem Fahrzeug näherte, wurde er bedroht. Scully griff nach der abgesägten Schrotflinte und tötete ihn, als er das Fahrzeug überprüfen wollte. Die beiden Täter nahmen seine Waffe und flohen zu einem nahe gelegenen Haus in der Lloyd Avenue. Robert Walter Scully hatte bereits einige Vorstrafen und wurde erst 1994 aus der Haft entlassen.

In diesem Haus wohnte eine sechsköpfige afroamerikanische Familie, die Scully und Moore als Geisel nahmen. Die Geiseln reagierten erschrocken, waren dennoch gefasst. Sie bewahrten Ruhe, was ihnen möglicherweise das Leben rettete. Nach 12 Stunden gaben sie auf und kapitulierten, nachdem das Haus von Polizeibeamten umstellt war. Die zwei Erwachsenen und vier Kinder kamen mit dem Schrecken davon.  Beide Täter wurden festgenommen und angeklagt.

Während des Prozesses argumentierte Scully, dass der Tod des stellvertretenden Sheriffs ein Unfall und nicht rassistisch motiviert gewesen sei. Frank Trejo war Latino. Scully wurde dennoch wegen Mordes angeklagt und zum Tode verurteilt. Er sitzt noch heute im Todestrakt und wartet auf seine Hinrichtung. Brenda Kay Moore wurde zu 14 Jahren Haft verurteilt. Plus sieben Jahren, da sie eine Gefängnis-Bande der Arischen Bruderschaft unterstützte, zu dieser auch Scully gehörte.

Frank Trejo war 58 Jahre alt als er ermordet wurde. Seit 35 Jahren hatte er sich der Strafverfolgung gewidmet. Seit 15 Jahren war er stellvertretender Sheriff im Büro des Sonoma County Sheriffs. Zu seiner Beerdigung kamen 2.400 Polizeibeamte und Bürger der Stadt. Er wurde posthum mit einer Medaille für seine Tapferkeit geehrt.

 

 


Im Labyrinth des Schweigens

Das Spielfilmdebüt des Regisseurs Giulio Ricciarelli thematisiert die Vorgeschichte der Frankfurter Auschwitzprozesse. Die drei Staatsanwälte Joachim Kügler, Georg Friedrich Vogel und Gerhard Wiese haben die Anklage für diese Prozesse vorbereitet. Der Journalist Thomas Gnielka (1928-1965) hatte recherchiert und die Prozesse mit ins Rollen gebracht. Die Urteilsverkündung 1965 hatte er nicht überlebt, er war an Krebs erkrankt und verstorben.

Die Auschwitzprozesse sind Gerichtsverfahren gegen frühere SS-Männer, die für die Beihilfe oder dem Massenmord im KZ Auschwitz verantwortlich gemacht wurden. Es kam zu insgesamt sechs Strafprozessen in den Jahren 1963 bis zu den Nachfolgeprozessen in den 1970er Jahren. Auch Josef Mengele geriet in den frühen 1960er Jahren ins Visier der Ermittlungen.

Auf Weisung des damaligen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer wurden Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche des KZ Auschwitz eingeleitet. Fritz Bauer fand zudem heraus das sich Adolf Eichmann in Argentinien aufhält. Adolf Eichmann war SS-Obersturmbannführer. Er ist mitverantwortlich für die Ermordung von etwa sechs Millionen Menschen. Fritz Bauer informierte den israelischen Geheimdienst Mossad. Sein Antrag, Eichmann an die Bundesrepublik auszuliefern, wurde von der deutschen Bundesregierung abgelehnt. Eichmann wurde entführt und nach Israel gebracht. Hier kam es zum Prozess und am 1. Juni 1962 zur Hinrichtung.

Der erste Auschwitzprozess wurde im Dezember 1962 eröffnet. Robert Mulka, ein SS-Hauptsturmführer und Adjutant des Lagerkommandanten Rudolf Höß wurde verhaftet und verurteilt. Die Ermittlungen ab Ende der 1950er Jahre machten ihn mit zu einem der Hauptverdächtigen. Vor dem Frankfurter Schwurgericht mussten sich 21 weitere Mitglieder der damaligen Wachmannschaften verantworten. Mulka wurde zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt. Wegen einer schweren Erkrankung wurde er vorzeitig aus der Haft entlassen.

Erst 1950 begann die bundesdeutsche Aufarbeitung der NS-Verbrechen. Man hatte immer mehr Beweise gesammelt und bemerkte das sich die Täter in der deutschen Bevölkerung frei bewegen. 1965 wurden die ersten Urteile verkündet. Unter den Angeklagten waren vom Blockführer, bis zum Mitglied der Lagergestapo in Auschwitz, 20 SS-Männer, die verurteilt wurden. Strafen von vier Jahren bis lebenslänglich wurden verhängt.

Von 1965 bis 1966 kam es zum zweiten Prozess, bei dem drei SS-Männer angeklagt wurden. Der dritte Auschwitzprozess fand von 1967 bis 1968 statt. Hier wurden zwei Verantwortliche angeklagt und zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Danach folgten weitere Prozesse, von 1973 bis 1976 und 1977 bis 1981, bei denen sich jeweils zwei SS-Männer verantworten mussten. Einige wurden während der Prozesse freigesprochen, da man ihnen eine Beteiligung an den Gräueln nicht nachweisen konnte.

 


Hilary und Jackie

Der Film basiert auf der Geschichte der beiden Schwestern Hilary du Pré und Jacqueline du Pré.

Jacqueline du Pré war eine britische Cellistin, die bereits in jungen Jahren durch ihr Talent Aufmerksamkeit erregte. Ihre Karriere musste sie aufgeben da sie an Multiple Sklerose erkrankte. Die Krankheit zwang sie im Alter von 27 Jahren das Musizieren aufzugeben. Sie kämpfte viele Jahre gegen diese Krankheit. Am 19. Oktober 1987 verstarb sie im Alter von 42 Jahren.

Ihre Schwester Hilary du Pré ist eine Flötistin und Mitautorin des Buches „A Genius in the Family“, in dem die Karriere und das Leben ihrer Schwester beschrieben wird. Ihr Bruder Pierce arbeitete ebenfalls an diesem Buch mit.

Hilary du Pré wurde 1942 in Hertfordshire geboren. Bereits im Kindesalter zeigte sie Interesse an der Musik. 1961 heiratet sie den Dirigenten Christopher Finzi, dieser angeblich mit ihrer Zustimmung, auch Zuneigung für ihre Schwester zeigt. Während der 1970er Jahre lehrt sie Musik an der Downe House School in Newbury. Sie ist Mutter von vier Kindern.

Jacqueline du Pré wurde am 26. Januar 1945 als zweites Kind von Iris Greep und Derek du Pré in Oxford geboren. Ihre Mutter Iris Maud du Pré (1919-1985) war Pianistin, Komponistin, Dirigentin und Erzieherin. 1948 kam Sohn Pierce zur Welt.

Im Alter von vier Jahren hörte Jacqueline du Pré ein Cello im Radio und fragte ihre Mutter, ob sie solch ein Instrument bekommen würde. Ihre Mutter unterstützte sie und gab ihr Unterricht. Bereits ein Jahr darauf kam sie an die Londoner Violoncello School. Danach wurde sie an der Mädchenschule Commonweal Lodge unterrichtet. Von hier aus ging sie an die Croydon High School. 1956, im Alter von elf Jahren, gewinnt sie den Guilhermina Suggia-Award. Diese Auszeichnung erhielt sie jedes Jahr bis 1961.

Neben ihrer Schwester, die als Flötistin auftrat, gewann sie zahlreiche Musikwettbewerbe. 1961, im Alter von 16 Jahren, trat sie in der Wigmore Hall auf. Sie spielte unter anderem Sonaten von Brahms und Händel und wurde dabei von dem Pianisten Ernest Lush begleitet. Es folgten mehrere Auftritte, in Paris und Berlin zusammen mit den Berliner Philharmonikern. Später studierte sie in Paris und in Russland, wo sie von Mstislav Restropowitsch unterrichtet wurde, einem der größten Cellisten des 20. Jahrhunderts. 1967 heiratet sie den Pianisten und Dirigenten Daniel Barenboim.

1971 lehnt sie es ab weiter zu spielen, denn sie merkt das mit ihrem Körper etwas nicht stimmt. 1973 diagnostizierte man Multiple Sklerose. Sie versuchte dennoch auf ihrem Cello zu spielen. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich. 1973 gibt sie ihr letztes Konzert in New York. Sie verstarb am 19. Oktober 1987 im Alter von 42 Jahren in London.

 

 

 

 

 

 


Legend

Der Film basiert auf dem Buch „The Profession of Violence: The Rise and Fall of the Kray Twins“ des Autors John Pearson. Erzählt wird die Geschichte der beiden Gangster, den Zwillingen Reggie und Ronnie Kray, ihrem Aufstieg und Fall.

Die Zwillingsbrüder Reginald „Reggie“ Kray (1933-2000) und Ronald „Ronnie“ Kray (1933-1995) beherrschten in den 1950er und 1960er Jahren die organisierte Kriminalität im Londoner East End. Ihre Bande The Firm waren für Raubüberfälle, Brandstiftung und Schutzgelderpressung verantwortlich. Zudem gehen die Morde an den berüchtigten Verbrechern Jack McVitie (1932-1967) und George Cornell (1928-1966) auf ihr Konto.

Ronnie und Reggie Kray wurden am 24. Oktober 1933 in Hoxton, East London, geboren. Die Krays waren eine ganz normale Arbeiterfamilie. Die Brüder wuchsen vorwiegend bei ihrer Mutter auf. Beide galten als unzertrennlich, gerieten schnell ins kriminelle Milieu und waren gefürchtet. Sie fackelten nicht lange, Konkurrenten oder Zeugen wurden eingeschüchtert oder gar aus dem Weg geräumt.

Reggie mochte die Gesellschaft, während Ronnie als Einzelgänger galt. Ihr aufbrausendes Temperament machte sie unberechenbar und ihre Wutausbrüche waren gefürchtet. Der Großvater lehrte ihnen das Boxen. Beide wurden zu erfolgreichen Amateurboxern. Mit 19 Jahren startete ihre Profikarriere.

1952 wurden beide zum Militärdienst einberufen. Sie waren nicht gewillt sich an gewisse Regeln zu halten. Ihr Ausbilder wurde zusammengeschlagen und beide begingen Fahnenflucht. Dafür verbüßten sie neun Monate in einem Militärgefängnis. Auch hier rebellierten sie, zündeten ihre Betten an, verbrühten einen Wärter mit heißem Tee und ein weiterer Wärter wurde mit Handschellen am Gitter festgekettet. 1954 wurden die Brüder unehrenhaft aus dem Militär entlassen.

Die Zwillinge kauften einen heruntergekommenen Club. Von hier aus begannen sie mit den Schutzgelderpressungen. Als Nachtclub-Besitzer pflegten sie Kontakte zu bekannten Personen, wie Politikern und Prominenten. Ihr verdientes Geld investierten sie in weitere Clubs und Immobilien. 1960 wurde Ronnie verhaftet und zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Hier diagnostizierten die Ärzte eine schwere psychische Störung. Sein Bruder verhalf ihm zur Flucht, indem er ihn besuchte und beide die Rollen tauschten. Ronnie konnte jedoch gefasst werden.

In den 1960er Jahren sah man die Brüder als charmante wohlhabende Nachtclub-Besitzer. 1966 wurde George Cornell von Ronnie Kray erschossen. George Cornell war Mitglied der rivalisierenden Richardson-Bande und er habe die Brüder bedroht. Zwischen den Banden The Firm und der Richardson-Bande kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen und mehreren Morden. Jack McVitie wurde von Reggie Kray getötet. McVitie war Mitglied ihrer Bande The Firm und hatte einen Auftrag verweigert. Er sollte selbst jemanden aus dem Weg räumen und töten. Der Leichnam von McVitie wurde nie gefunden.

Nach seinem Verschwinden zog sich die Schlinge zu. Die Ermittlungen gegen die Brüder wurden ausgeweitet. Der Polizeibeamte Leonard Read hatte zahlreiche Beweise gesammelt und Zeugen dazu bewegt auszusagen. Zu einer Anklage kam es jedoch nicht. Erst 1968 wurden 15 Mitglieder von The Firm und die Kray-Brüder verhaftet. Zeugen hatten ihre Angst abgelegt und sagten aus.

Die Brüder wurden zu 30 Jahren Haft verurteilt. Ihr Bruder Charlie wurde wegen Beihilfe zu zehn Jahren Haft verurteilt. Ronnie starb 1995 an einem Herzinfarkt, nachdem er in einer Psychiatrie untergebracht war. Reggie wurde 2000 entlassen, da er unheilbar an Krebs erkrankt war. Er verstarb noch im selben Jahr.