Ein Mann und seine Maus

Gezeigt wird die Geschichte von Walt Disney (1901-1966), einem amerikanischen Trickfilmzeichner und Filmproduzenten.

Walt Disney beginnt schon früh zu zeichnen, überwindet eine Vielzahl von Schwierigkeiten und wurde zu einem der größten Symbole der Welt – Walt Disney. So entstand der Medienkonzern The Walt Disney Company, oft nur Disney genannt, dieser 1923 von den Brüdern Walt und Roy Disney, als Disney Brothers Cartoon Studio, gegründet wurde. Als Filmproduzent erhielt Walt Disney 22 Oscars, von 59 Nominierungen. Keine andere Person hat je so eine große Anzahl der Oscars erhalten.

Walter Elias Disney wurde am 5. Dezember 1901 in Hermosa, Chicago, Illinois, geboren. Er war der vierte Sohn von Elias Disney (1859-1941) und Flora Call Disney (1868-1938). Seine Brüder waren Herbert, Raymond und Roy Disney (1893-1971). Im Dezember 1903 wurde seine Schwester Ruth geboren.

Schon als Kind entdeckte Walt Disney das Interesse am Zeichnen. 1911 zog die Familie nach Kansas City, Missouri. Hier besuchte er die Benton Grammar School. Er und sein Bruder Roy standen sehr früh auf um Zeitungen zu verteilen. Mitte 1918 meldet sich Walt Disney bei der US-Army, wurde jedoch aufgrund seines jungen Alters abgewiesen. Ein Jahr darauf wurde er Fahrer für das Rote Kreuz. Auch hier zeichnet und malt er. Danach kehrt er aus Frankreich in die Vereinigten Staaten zurück.

In Kansas City trifft er auf den Trickfilmzeichner Ub Iwerks. Beide mieten ein kleines Büro für ihr gemeinsames Zeichenstudio, wo einige Kurzfilme entstanden. Dies scheiterte, sie machten Pleite, woraufhin er von seinem Bruder Roy finanziell unterstützt wurde, um sich mit einigen Aufträgen über Wasser zu halten.

Walt Disney ging nach Kalifornien um hier einen Neustart zu wagen. Es folgten einige Angebote und 1923 wurde ein Vertrag mit der Verleihfirma M.J. Winkler unterzeichnet. Dies ist gleichzeitig die Geburtsstunde der Walt Disney Company. 1924 stieg auch Ub Iwerks in das Unternehmen ein.

Am 13. Juli 1925 heiratet er die Philanthropin Lillian Marie Bounds (1899-1997). 1933 wird  Tochter Diane Marie geboren. Das Paar adoptiert 1936 die gleichaltrige Sharon Mae. Man war stets bestrebt die Töchter aus der Öffentlichkeit fern zu halten, aus Sorge um das Wohlergehen, gerade auch im Bezug der Entführung des Sohnes vom Piloten Charles Lindbergh.

Die Zeichentrickfigur Oswald der lustige Hase, dem Vorläufer von Micky Maus, wurde ein voller Erfolg. Dadurch forderte er einen höheren Preis, den man nicht zahlen wollte. Micky Maus entstand aus der Not heraus und wurde von Walt Disney und Ub Iwerks erschaffen. Es folgten weitere Zeichentrickfiguren wie; Donald Duck, Goofy, Pluto, Daisy Duck und die Three Little Pigs, einem Kurzfilm.

Nun wurden auch Spielfilme produziert. Die Disney Studios wurden zu einem millionenschweren Unternehmen. 1955 wurde der Vergnügungspark Disneyland eröffnet. Pläne für einen weiteren Vergnügungspark wurden geschmiedet, Walt Disney World Resort, dieser jedoch erst 1971 eröffnet wurde. Walt Disney war am 15. Dezember 1966 an Lungenkrebs verstorben.

 

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Heidi Fleiss

Der Film beruht auf der Geschichte von Heidi Fleiss, einer ehemaligen Prostituierten in Los Angeles. Bekannt unter dem Namen „Hollywood Madame“ leitete sie in den 1990er Jahren eine Escort-Agentur. Man sah sie regelmäßig in den amerikanischen Medien und wurde somit zu einer Persönlichkeit.

Heidi Lynne Fleiss wurde am 30. Dezember 1965 in Los Angeles, Kalifornien, geboren. Ihr Vater Paul M. Fleiss (1933-2014) war ein beliebter und erfolgreicher Kinderarzt. Er war einer der begehrtesten Kinderärzte Südkaliforniens. Die Mutter Elisa Fleiss, geborene Ash, arbeitete als Lehrerin. Das Paar trennte sich und es kam zur Scheidung. Heidi Fleiss wuchs mit ihren fünf Geschwistern, den drei Mädchen, Amy, Shana und Kim, sowie ihren Brüdern Jesse und Jason, in einer gutbürgerlichen und gutsituierten Familie auf. Ihr Bruder Jason starb am 28. Dezember 2009 im Alter von 41 Jahren. Er ertrank vor der Küste Hawaiis.

Im Alter von 22 Jahren arbeitete Heidi Fleiss für Madame Alex als Callgirl und führte deren Escort-Agentur. Sie wollte alle Gegebenheiten dieses Geschäfts erlernen. Zu ihren Aufgaben zählte auch, junge Damen anzuwerben. 1990 trennt sie sich von Madame Alex und beginnt ihren eigenen Escort-Service aufzubauen. Damit wurde sie sehr erfolgreich. Viele der jungen Damen die für sie arbeiten wollten musste sie jedoch abweisen.

Was folgte war eine Anklage. 1994 bekannte sich ihr Vater schuldig, Bankbetrug begangen zu haben. Er hatte seiner Tochter dabei geholfen, Geld zu waschen. Man verurteilte ihn zu einem Tag Haft, drei Jahren auf Bewährung und 625 gemeinnütziger Stunden, plus einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Dollar. Heidi Fleiss wurde wegen Steuerhinterziehung verklagt und zu sieben Jahren Haft  verurteilt. Sie verbrachte 20 Monate in Haft.

Zu ihren Kunden zählten zahlreiche und berühmte Hollywood-Größen. Jeder fürchtete sich vor einer Offenbarung. 2001 produzierte sie gemeinsam mit Victoria Sellers, der Tochter von Schauspieler Peter Sellers, eine DVD mit dem Titel „Sex Tips with Heidi Fleiss and Victoria Sellers.“ Ihr Partner ist der Unternehmer und Bordellbesitzer Dennis Hof, dieser in Moundhouse, Nevada, das Etablissement „Moonlite BunnyRanch“ betreibt.

 


operation Comeback

Operation Comeback oder auch In den dunklen Fluten des Mekong basiert auf den Erfahrungen des australischen Journalisten John Everingham, während seiner Zeit in Laos und Thailand. Der 1949 geborene John Everingham lebt heute in Thailand.

Als er 1966 die High School besuchte spürte er den Drang zu reisen. Er brach die Schule ab und verließ mit 16 Jahren seine Heimat Australien. Ihn verschlug es nach London. Es ist gleichzeitig der Beginn seiner Laufbahn als Fotograf und Journalist.

Später ging er nach Asien um dort die Länder und Menschen kennenzulernen und sich mit deren Sprache vertraut zu machen. Während des Vietnamkriegs arbeitet er als Übersetzer für verschiedene TV-Teams, diese über den Krieg berichteten. Die Medien schätzten seine Berichterstattung, während das amerikanische Militär weniger erfreut war, da er auch über die Auswirkungen der amerikanischen Bombardierungen von Bergdörfern in den entlegenden Bergen in Laos berichtete.

Die Flugzeuge waren in Udon Thani, Thailand, stationiert. Laos wurde während des „Geheimkrieges“ der CIA zum am stärksten bombardierten Land der Welt. John Everingham veröffentlichte einen Bericht, mit mehreren Fotos, über die zerstörten Dörfer, dieser in der Zeitung Washington Monthly publik gemacht wurde. Seine Berichterstattung trug dazu bei, die Schandtaten des Krieges in Laos öffentlich zu machen, vor allem da man hier unschuldige Menschen in den Bergdörfern getötet hat.

Somit war dies auch kein geheimer Krieg mehr. Er hatte alles mögliche offenbart, was die Amerikaner hier angerichtet haben. Man wurde international auf John Everingham aufmerksam, als er selbst Schutz für seine laotische Frau Keo Sirisomphone suchte. Er musste sie aus dem Land schaffen. Mit Hilfe einer Taucherausrüstung konnte sie aus Laos entkommen, durch den Fluss Mekong, nach Vientiane, nahe der Grenze zu Thailand.

Obwohl es ihm gelungen war seine Frau aus Laos sicher herauszuholen, wurde er auf der thailändischen Seite des Mekong verhaftet. Man sperrte ihn ein, da er illegal ins Land gekommen war. Der damalige Premierminister begnadigte ihn und erlaubte ihm in Thailand bleiben zu dürfen.

 


Amadeus

Das Drama verschafft uns Einblicke auf das Leben des Musikers und Komponisten der Wiener Klassik Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). Als Vorlage diente zudem das 1979 aufgeführte Theaterstück Amadeus von Peter Shaffer. Geschildert werden die Begebenheiten aus der Sicht des Wiener Hofkomponisten Antonio Salieri (1750-1825).

Antonio Salieri war ebenfalls Komponist und Kapellmeister der italienischen Oper, zudem galt er als ausgezeichneter Gesangslehrer. Er gilt als großer Gegenspieler und Neider Wolfgang Amadeus Mozarts. Beide Komponisten galten jedoch nicht als Rivalen. Antonio Salieri verstarb am 7. Mai 1825 in Wien.

Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren. Getauft wurde er auf den Namen Johannes Chrisostomus Wolfgang Gottlieb. Die Eltern, Johann Georg Mozart (1719-1787) und Anna Maria Mozart, geborene Pertl, hatten sieben Kinder, von denen nur Maria Anna Mozart (1751-1829) und Wolfgang Amadeus Mozart überlebten. Die beiden Kinder wurden schon früh unterrichtet, Klavier, Violine und Komposition.

Im Jahr 1762 kam es zu ersten Konzertreisen, wo die beiden Kinder ihr musikalisches Talent zeigten. Es folgte eine dreijährige Tour durch ganz Europa. Während dieser Reisen entstanden die ersten Kompositionen Mozarts, die ersten Sonaten für Klavier und Violine. In London wurde Mozart mit der italienischen Oper vertraut gemacht. Hier traf er auch auf Johann Christian Bach (1735-1782), dieser zu seinem Vorbild wurde und großen Einfluss auf seinen Stil hatte.

Wieder zurück in Wien folgten erste Uraufführungen, so die Schuloper Die Schuldigkeit des ersten Gebots. Diese Oper hatte Mozart im Alter von elf Jahren gemeinsam mit dem Hofmusiker Anton Cajetan Adlgasser (1729-1777) und Michael Haydn (1737-1806) komponiert.

1772 wird Wolfgang Amadeus Mozart zum Konzertmeister in Salzburg ernannt. 1777 bat er um Entlassung und reicht sein Abschiedsgesuch ein. Er versuchte eine bessere Anstellung zu finden, und weitere Kompositionen entstanden. 1781 lässt sich Mozart in Wien nieder und arbeitet fortan als freischaffender Komponist.

Am 4. August 1782 heiratet er Constanze Weber (1762-1842). Das Paar bekam sechs Kinder, von denen nur zwei überlebten, Karl Thomas und Franz Xaver Wolfgang. 1791 wurde seine Oper Die Zauberflöte uraufgeführt. Das dreistündige Werk zählt zu den weltweit bekanntesten und am häufigsten inszenierten Opern.

Wenige Wochen nach dieser Uraufführung wurde Mozart krank und bettlägerig. Am 5. Mai 1791 verstarb Wolfgang Amadeus Mozart im Alter von 35 Jahren. Er selbst war überzeugt, vergiftet worden zu sein. Zu seiner Frau habe er gesagt; „Gewiss, man hat mir Gift gegeben.“ Kurz nach seinem Tod gab es Gerüchte, Antonio Salieri hätte ihn vergiftet. Dafür gibt es allerdings keinerlei Anhaltspunkte. Möglich das Mozart an einem Herzversagen starb, hervorgerufen durch eine Infektionskrankheit und der Anwendung von Quecksilber, was zu einem rheumatischen Fieber führte.

 


Jeder stirbt für sich allein (2016)

Als Vorlage für den Film diente der Roman „Jeder stirbt für sich allein“ des deutschen Schriftstellers Hans Fallada aus dem Jahr 1947. Erzählt wird die Geschichte des Ehepaares Otto und Elise Hampel, ihrem Widerstand gegen das NS-Regime. In den Jahren 1940 bis 1942 legte das Paar in Berlin Postkarten und Flugblätter gegen Hitler aus.

Otto Hermann Hampel (1897-1943) war Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Ab 1923 arbeitete er in der Firma Siemens-Schuckert. Von 1928 bis 1933 war er Mitglied des Wehrverbandes „Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten“, einer Organisation in der das Wirken aller Kriegsteilnehmer Anerkennung finden sollte.

1935 heiratet er Elise Lemme (1903-1943), die ebenfalls gegen den Nationalsozialismus kämpfte. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete sie als Haushaltshilfe. Sie war ab 1936 Mitglied der NS-Frauenschaft, einer Frauenorganisation der NSDAP. Ihr Bruder war Soldat in der Wehrmacht und fiel im Frankreichfeldzug. Dies machte das Ehepaar zu Gegnern des NS-Regimes. Ihre Haltung änderte sich radikal.

Das Ehepaar lebte in der Amsterdamer Straße 10 in Berlin Wedding. Beide einfache Arbeiter, begannen damit Postkarten und Flugblätter, die sich gegen Hitler richteten, zu schreiben und zu verteilen, heimlich an verschiedenen Orten abzulegen. Mehr als 200 solcher Postkarten und Flugblätter legten sie auf Treppen und Hausfluren in Berlin ab. Für beide ein enormes Risiko, doch sie nahmen dies in Kauf, denn die Bevölkerung sollte aufgerüttelt werden.

Otto und Elise Hampel waren keine Menschen großer Worte, ganz einfache Leute, die sich still, dennoch eindrucksvoll dem NS-Regime widersetzten. Die Gestapo kam dem Ehepaar auf die Spur. Beide wurden verhaftet und am 8. April 1943 hingerichtet. Man hatte sie verraten. Die 64 Jahre alte Witwe Gertrud Waschke aus Berlin Schöneberg hatte gesehen, wie das Paar eine ihrer Karten in einem Treppenhaus ablegte. Sie meldete dies der Polizei. Fast jeder der eine dieser Karten fand, übergab sie der Polizei.

Die Gestapo begann mit ihren Ermittlungen, diese vom Kriminalsekretär Willy Püschel geleitet wurden. Es dauerte recht lange um das Ehepaar aufzuspüren. So kam man auf Otto und Elise Hampel, die man am 20. Oktober  1942 verhaftet hat und beide bei ihrer ersten Vernehmung ihre Tat gestanden. Sämtliche Gnadengesuche wurden abgelehnt und das Urteil vollstreckt. Gertrud Waschke sagte während der Verhandlung als Zeugin aus. Über die Folgen ihrer Anzeige war sie sich nicht bewusst. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde sie zu zwei Jahren Haft verurteilt. Die Anklage lautete, Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

 


Psycho Raman

Inspiration fand der Thriller durch den indischen Serienmörder Raman Raghav (1929-1995), auch bekannt als Sindhi Talwai, Anna, Thambi oder Veluswami, der Mitte der 1960er Jahre, von 1965 bis 1968, insgesamt 41 Menschen tötete.

Seine Opfer waren gewöhnliche Bewohner der Slums und Obdachlose, die auf der Straße schliefen. Die Polizei konnte ihn in Mumbai festnehmen. Er gestand, 41 Morde begangen zu haben. Man diagnostizierte bei ihm eine paranoide Schizophrenie. Raman Raghav wurde vom Obersten Gerichtshof in Bombay zum Tode verurteilt. Die Strafe wurde jedoch später in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt.

Seine Verteidigung hatte dies erreicht, die geltend machte, das er geistig nicht in der Lage sei, irgendwelche oder gar bewusste Entscheidungen zu treffen. Er galt als unheilbar krank und man stellte fest, das sich sein Zustand nie bessern würde. Deshalb wurde die Strafe umgewandelt. Man brachte ihn in das Zentralgefängnis Yerwada, wo er 1995 an Nierenversagen starb.

Raman Raghav wurde 1929 in Pune, im indischen Bundesstaat Maharashtra, geboren. In den 1960er Jahren kam es zu einer Mordserie. Angst beherrschte die Straßen, die sich in der Abenddämmerung leerten. In vielen Gegenden patrouillierten die Bewohner, bewaffnet mit Stöcken, durch die Straßen. 1965 kam es zu den ersten Morden. 19 Menschen wurden angegriffen, von denen 9 Menschen starben.

Ein verdächtiger Mann der sich in dieser Gegend herumtrieb, wurde von der Polizei aufgegriffen. Es war Raman Raghav, selbst ein Obdachloser, über den es bereits eine Polizeiakte gab. Wegen Raubes hatte man ihn verurteilt und er verbüßte fünf Jahre in Haft. Da man ihm nun nichts nachweisen konnte, ließ man ihn gehen.

Im August 1968 kam es erneut zu einer Mordserie. Diese Morde ereigneten sich in den Außenbezirken von Mumbai. In den Slums wurden mehrere Bewohner und Obdachlose erschlagen. Alle Morde wurden nachts verübt und die Tatwaffe ein harter stumpfer Gegenstand. Der Mörder hat wieder zugeschlagen und man fahndete nun nach Raman Raghav.

Der stellvertretende Polizeipräsident Ramakant Kulkarni übernahm die Ermittlungen und leitete eine massive Suchaktion, bis man ihn fassen konnte. Raman Raghav gestand bis zum Jahr 1966, 23 Menschen getötet zu haben. Seine Opfer fand er entlang der Great Indian Peninsula Railway. 1968 habe er nochmals zugeschlagen und ein Dutzend Menschen getötet. Man geht davon aus das er noch viel mehr Menschen getötet hat.

Er gab an Raman Raghav zu heißen, der jedoch unter mehreren Pseudonymen bekannt war. Anfangs weigerte er sich Aussagen zu machen, erst mit einem Essen, Hühnchen mit Curry, konnte man ihn dazu bewegen, etwas preiszugeben. Ein Polizeibeamter sagte, er sei nicht unzurechnungsfähig, er leide an einer Psychose und sein Erinnerungsvermögen sei gut und die Intelligenz durchschnittlich.

 


Das Raubtier

Der Film basiert auf den kriminellen Aktivitäten des amerikanischen Gangsters George Kelly Barnes, besser bekannt als „Machine Gun Kelly“ (1895-1954).

George Kelly Barnes wurde am 18. Juli 1895 in Memphis, Tennessee, geboren. Er besuchte die Central High School in Memphis. Sein Spitzname Machine Gun Kelly stammt von seiner Lieblingswaffe, einer Maschinenpistole Kaliber 45, die 1918 von John T. Thompson erfunden und während der Zeit der Prohibition bekannt wurde. Auf sein Konto gehen bewaffnete Raubüberfälle und Schwarzhandel.

Nach einigen Vergehen beschloss er Memphis zu verlassen, um der Polizei zu entkommen. Er verübte weiterhin kleinere Verbrechen und widmete sich dem Schmuggel. 1928 wurde George Kelly Barnes in Tulsa, Oklahoma, wegen Alkoholschmuggels verhaftet und am 11. Februar 1928 zu drei Jahren Haft in der Haftanstalt Leavenworth verurteilt. Er galt als Musterhäftling und wurde vorzeitig aus der Haft entlassen.

Kurz nach seiner Entlassung heiratet er Kathryn Thorne, die ihm sein erstes Maschinengewehr kauft und sich darum bemühte, seinen Namen unter den Kriminellen publik zu machen.

Im Juli 1933 entführt er den Geschäftsmann, der in der Ölbranche tätig war, Charles F. Urschel. Er und seine Bande kassierten 200.000 Dollar Lösegeld. Letztlich scheiterte das Verbrechen, da Charles F. Urschel sämtliche Hinweise über seinen Verbleib notierte, obwohl man ihm die Augen verbunden hatte. Auf fast jeder Oberfläche hinterließ er Fingerabdrücke.

Nachdem das Lösegeld gezahlt und er freigelassen wurde, war er in der Lage das FBI umfassend zu informieren, um dieses Verbrechen aufzuklären. Dies führte schließlich am 26. September 1933 zu einer Verhaftung. George und Kathryn wurden aufgespürt und verhaftet. Angeblich rief er während der Festnahme „Nicht schießen, nicht schießen!“ und ergab sich widerstandslos.

Die Verhaftung der Kellys wurde von einer Flucht von 10 Insassen aus der Haftanstalt in Michigan City, Indiana, überschattet. Alle waren Mitglieder der Dillinger-Bande. Das Paar wurde am 12. Oktober 1933 zu lebenslanger Haft verurteilt. Während seiner Zeit auf Alcatraz gab man ihm den Namen „Pop Gun Kelly.“ Auch hier fiel er nicht auf  und galt als Mustergefangener.

Für seine Frau gab er sich stets als brutaler Gangster aus, in Haft jedoch gab es nie Anzeichen für einen als brutal geltenden Verbrecher. Er verbrachte 17 Jahre auf Alcatraz, bis man ihn 1951 wieder nach Leavenworth brachte. George Kelly Barnes verstarb am 18. Juli 1954, im Alter von 59 Jahren an seinem Geburtstag, an einem Herzinfarkt.