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Brubaker

Der Film basiert auf dem Bericht des amerikanischen Kriminologen und Pönologen Thomas Murton. Als Pönologe erforscht man die Zustände in Gefängnissen und klärt dabei Missstände auf. Tom Murton verfasste zusammen mit dem Journalisten Joe Hyams das Buch „Accomplices to the Crime: The Arkansas Prison Skandal“. Hier schreibt Tom Murton über seine Erfahrungen während seiner Zeit als Gefängnisdirektor.

Thomas O. Murton (1928-1990) diente auch als Berater für den Film. In seinem 1969 veröffentlichten Bericht schreibt er über die weit verbreitete Korruption und dem Gefängnis-Skandal. In den 1960er Jahren gab es im Bundesstaat Arkansas zwei große Justizvollzugsanstalten, die Tucker State Prison Farm und Cummins State Prison Farm. Als Leiter der Haftanstalt erlebte er, dass Folter, Vergewaltigung und Korruption zum Gefängnisalltag gehörten. Die Häftlinge mussten in den Haftanstalten Zwangsarbeit verrichten, man wollte hier einfach nur Profit machen. Auf der Tucker Prison Farm stieß er auf ein Massengrab in dem 200 Gefangene begraben worden sind. Die Häftlinge wurden im Laufe der vergangenen Jahrzehnte durch Wärter und anderer Häftlinge ermordet.

Aufgrund dessen, das er dieses Grab gefunden hatte, enthob man ihn seines Amtes. Man legte ihm nahe, man zwang ihn, den Bundesstaat Arkansas zu verlassen. Sonst drohe ihm eine Anklage wegen Grabschändung. Dies würde mit einer Freiheitsstrafe von 21 Jahren belangt. Im Februar 1968 ordnete Tom Murton an, Ausgrabungen auf der Cummins State Prison Farm durchzuführen. Man entdeckte drei Leichen, bevor diese Ausgrabungen gestoppt wurden. Ein Häftling teilte ihm mit das dort 200 Leichen begraben sind. Der Gouverneur Winthrup Rockefeller war beschämt über diese Zustände und das Murton sie öffentlich gemacht hat. Thomas Murton wurde entlassen.

Tom Murton erwähnt in seinem Bericht, das Disziplin routinemäßig durch Auspeitschen und dem Schlagen mit Knüppeln durchgesetzt wurde. Gefangene wurden gefoltert. So führte man Nadeln unter die Fingernägel, Hoden wurden mit Zangen zerquetscht und Strom durch die Genitalien geleitet.

In beiden Haftanstalten herrschten unmenschliche Bedingungen. Dabei geht es um Folter, sexuelle Nötigung, Auspeitschen, Erpressung und Schläge mit einem Totschläger. Zudem weiterer bösartiger krimineller Handlungen und Praktiken. Auch Alkohol und Drogen wurden hier vermarktet. Erwähnt wird auch die schlechte und unzureichende Nahrung für die Gefangenen, obwohl man selbst Landwirtschaft betrieben hat. Um höchst mögliche Gewinne zu erzielen, wurden die Produkte verkauft, anstatt sie den Gefangenen zu geben.

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