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Mord im falschen Bezirk

Der Film beruht auf einem wahren Vorfall der sich im Jahr 1948 ereignet hat. Ein Ereignis bei dem es zum ersten Mal in der Geschichte des Bundesstaates Georgia, aufgrund einer Aussage von zwei Afroamerikanern, zu einem Todesurteil eines weißen Mannes gekommen war.

Die Autorin Margaret Anne Barnes schrieb das Buch Murder in Coweta County.
Es ist die Geschichte von John Walton Wallace, der als Besitzer einer Farm auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde.
John Wallace wurde am 12. Juni 1896 in Chambers County, Alabama, geboren. Sein Vater verstarb als er noch ein Kind war. Er versuchte stark zu sein, doch dies war nur soweit möglich wie es ein kleiner Junge verkraften kann. Seine Mutter zog mit ihm nach Meriwether County wo die Großeltern lebten.

Hier wuchs er auf und stieg später in das illegale Geschäft des schwarzgebrannten Alkohols ein um etwas Geld zu verdienen. Viele der jungen Männer sahen dies damals als einen lukrativen Verdienst, von daher nichts ungewöhnliches. Mit dem Geld was er dadurch verdient hatte kaufte er Land und Vieh. Ihm gehörten die besten Kühe und er war in seinem Geschäft als Milchbauer sehr erfolgreich. Dies machte ihn zu einen wohlhabenden und einflussreichen Landbesitzer. Dies verhalf ihm auch zu einer gewissen Macht, diese er gern nutzte um sich zu profilieren.

1948 kam es zu diesem besagten Vorfall. William alias Wilson Turner, ein Farmhelfer und Pächter, hatte ihm zwei seiner Kühe gestohlen. Daraufhin wurde er von der örtlichen Polizei in Meriwether festgenommen. Die Beamten entschlossen sich ihn freizulassen, nicht strafrechtlich zu verfolgen, da sie nicht genügend Beweise hatten. John Wallace und zwei seiner Männer verfolgten ihn. Man verließ nun Meriwether County und traf im benachbarten Coweta County auf William Turner.

Coweta County war die Domäne des Sheriffs Lamar Potts, den man einen Gerechtigkeitswahn nachsagte aber er dabei nur seinen Job als Sheriff erledigte.
Kurz darauf war der junge Ehemann und Vater William Turner tot und sein Leichnam wurde nie gefunden.

John Wallace hatte ihn konfrontiert und er solle ihm sagen wo die gestohlenen Kühe sind. Er schlägt ihm mit seinem Revolver auf den Kopf und im selben Moment löst sich ein Schuss. Den Leichnam werfen sie in einen Brunnen. Später holt Wallace mit zwei seiner Angestellten die Leiche aus dem Brunnen und verbrennt sie. Die Asche streuen sie in den angrenzenden Bach.

Die Polizei in Coweta County mit ihrem Sheriff Lamar Potts war mittlerweile auf der Suche nach William Turner. Man fand heraus das er nicht mehr am Leben ist und wer der Mörder war. Es war John Wallace und er sagte das dies ein Unfall gewesen sei. Der mächtige Landbesitzer wurde beschuldigt ihn getötet zu haben. Man befand ihn für schuldig und er wurde auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet.
John Wallace beschrieb man als Mann mit vielen Gegensätzen. Seine guten Taten waren so legendär wie sein explosives Temperament. Der Mordprozess galt als eine Sensation. John Wallace wurde wegen Mordes an William Turner verurteilt.

Zu den Zeugen gehörten die Wahrsagerin Mayhayley Lancaster und die beiden dunkelhäutigen Landarbeiter die halfen den Leichnam zu verbrennen.
John Wallace beteuerte seine Unschuld, es sei ein Unfall gewesen, übernahm dennoch die volle Verantwortung was geschehen war. Er gab zu einen Fehler gemacht zu haben. Den Tod von William Turner habe er nicht gewollt und bat um Gnade. Doch dabei stieß er auf taube Ohren.

Die 12 Männer der Jury hatten ihr Urteil bereits gefällt. Es dauerte über eine Stunde bis sie ihr Urteil verkündeten.
„Meine Aussage ist die Wahrheit, es ist die ganze Wahrheit“, so Wallace nach der Urteilsverkündung. Er kämpfte um sein eigenes Leben zu retten, vergebens. Am 3. November 1950 wurde William Wallace auf dem elektrischen Stuhl in Tattnall County, Georgia, hingerichtet.

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